Symposium der islamischen Weltliga in Wien beendet

Wien (OTS) - Im Anschluss an das Symposium "Das Bild des Islam im Westen anhand der Schullehrpläne: Ist-Zustand und Auseinandersetzung" anlässlich des zwanzigjährigen Bestehens des islamischen Zentrums in Wien.

Am Schluss des Symposiums am Samstag (20.11.99) Nachmittag in Wien, sagte Dr. Abdullah bin Saleh Alobaid Generalsekretär der islamischen Weltliga (Rabita): "Nicht Moslime sollen den Islam von der Quelle kennen lernen ohne Vorurteile, Anschuldigungen, und Beschuldigungen aufgrund falscher Tatsachen von außen, oder Mißbrauch weniger Moslime für den Islam als Aushängeschild für ihre eigenen Interessen die den Islam einen schlechten Ruf bringt. Unsere Arabische Weltliga (Rabita) ist sich diesser schwierigen Aufgabe bewußt um den fruchtbaren Dialog als Herausforderung in allen Richtungen zu erreichen ohne Gewaltanwendung auf regionale und internationale Ebene und verlangte einen zivilisierten Dialog zwischen Muslimen und Europäern als Verbindungsbasis passiert auf Verstand, gemeinsame Sprache und Erkenntnis und bekräftigte daß Saudi Arabien bestrebt ist diese Richtung fortzusetzen vorallem mit dem Christentum.

Ministerialrat Dr. Werner Jisa vom Ministerium für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten sagte: Ich finde es sehr wichtig, daß dieses Symposium stattfindet, weil das Bild des Islam im Westen tatsächlich in manchen Regionen und bei vielen Menschen kein richtiges ist und daher ist es auch wichtig, daß auch in den Schulen ein richtiges Bild über den Islam vermittelt wird, dazu trägt der Islam einerseits durch seinen Unterricht bei, gibt aber auch in den anderen Unterrichtsbereich der Schulen etwa in der Philosophie muß der Glaube des Islam so dargestellt werden, daß seinen Wesen entspricht.

Es ist ja wichtig, daß die Religionsgemeinschaften, die etwa in Österreich Leben gemeinsam eine Dialog führen damit die Vertreter sich wechselseitig besser verstehen können. Ich finde diesen Dialog deswegen auch wichtig weil zu einer friedlichen Welt beigetragen kann.

Daß Österreich für die Religionsfreiheit, also auch für den Islam, aufgrunddessen die Muslime einen besonderen Stellenwert in der Gesellschaft haben und meinte, daß dieses Symposium dazu diene, das falsche Bild über Islam und Muslime in Österreich zu korrigieren. In diesen Rahmen haben die Muslime die Freiheit wie die anderen ihrer Relgiosität nachzugehen ohne Hindernis. Das Bestehen des Islamischen Zentrums seit zwanzig Jahren und dieses Symposium sind ein gutes Beispiel dafür.

Anas Shakfah, Präsident der islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, sagt daß die islamische Gemeinschaft in Europa zu einer ansäßigen Minderheit und Bürger geworden ist.

Als Vertreter von Bürgermeister Dr. Michael Häupl sprach der amtsrührende Präsident des Stadtschulrates für Wien, Dr. Kurt Scholz, der verwundert ist, dass manche Studien im Westen eine unrealistische Meinung über das Bild des Islam, als es eigentlich der Fall ist, beinhalten und verlangte, dass man verschiedene Mechanismen für das richtige Verständnis für den Islam finden und Missverständnisse beseitigen soll. - Dafür könnten nur solche Veranstaltungen und wissenschaftliche Symposien dienlich sein. In diesem Rahmen nannte er die neu gegründete islamische Akademie in Wien um die Rechte der Muslime aufzuzeigen.

Es liegt eine große Aufgabe vor uns, es gibt immer Vorurteile gegen den Islam in den Schulen leben die Kinder friedlich zusammen aber unter den Erwachsenen müssen wir noch vieles ändern. Es muss die kulturelle Leistung des Islam hervorgehoben werden und die Toleranz des Islam und wir müssen immer wieder von Neuem dagen ankämpfen, dass aus innenpolitischen Gründen Feindbilder erhoben werden. Wir sind auf dem guten Weg, aber es gibt viel viel zu tun.

Omar Mohammed Kurdi, Botschafter von Saudi Arabien und Vorsitzender des Verwaltungsrates des islamischen Zentrums in Wien, sagte, die Aufgabe des islamischen Zentrums in Wien ist es, die Muslime in Österreich nach ihren kulturellen Bedürfnissen zu unterstützen und ihre Identität zu bewahren. Solche Zentren in Österreich und in Europa leisten ein gutes Beispiel und als kulturelle Brücken.

Sheikh Saleh bin Abdulaziz Al-Sheikh, der saudiarabische Minister für islamische Angelegenheiten sagte, es ist gut, dass wir uns in diesem Symposium treffen um unsere Gegenwart und Vergangenheit besser zu verstehen um unsere Zukunft zu meistern. Unsere Geschichte hat gezeigt, dass Muslime wo sie überall gewesen sind, auch in Europa gerecht waren und Zivilisationen hinterlassen haben (z.B. in Spanien). Dieses islamische Zentrum in Wien zeigt die gute Zusammenarbeit zwischen den Muslimen und den islamischen Regierungen so wie mit Österreich.

Dr. Murad Hoffmann, deutscher Botschafter außer Dienst, dieses Symposium ist sicher ein positiver Anstoß, aber ich würde mir mehr wünschen, dass mehr europäische Muslime die im Erziehungswesen in Europa tätig sind zur Sprache kämen. Bisher ist dieses Symposium zu stark aufgezogen von ausserhalb Europas. Es geht hier um den Westen und das muss von Leuten analysiert werden die im Westen tätig sind. Es geht eben auch darum uns selbst auf die Schultern zu klopfen uns zu beeidrucken, damit wie schön es in der islamischen Vergangenheit war, das beeindruckt niemanden mehr solange Bill Gates kein Muslim geworden ist beeindruckt das niemanden mehr "so what" wir müssen uns der Realität stellen, statt in Wunschträumen zu verlieren und die Realität ist ziemlich bitter.

Der Geschäftsmann Ing. Richard Lugner, ehemaliger Präsidentschaftskandidat, sagte dieses Symposium ist ganz wichtig, weil die islamische Religion am Bekannheitsgrad hintennachhinkt, als die anderen Religionen die sich mehr in den Vordergrund spielen und es ist wichtig, dass man die positiven Seiten sieht, weil die Berichterstattung nicht immer so positiv ist und es ist ganz ganz wichtig, dass so ein Symposium stattfindet damit den Schulkindern in den Schulen die Religion vermittelt damit man einen echten Eindruck vom Islam bekommt.

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