HAIDER (3): Neuer Generationenvertrag

Freiheitliches Drei-Säulen-Modell ist absolut richtig

Ampflwang, 1999-11-22 (fpd) - Einen neuen Generationenvertrag forderte FPÖ-Bundesobmann Dr. Jörg Haider im weiteren Verlauf seiner heutigen Rede. ****

Konkret sprach Haider von einem Generationenvertrag zwischen jenen Erwerbslosen, die kein Stimmrecht hätten, nämlich den Kindern, und jenen Erwerbslosen, die ein Stimmrecht hätten, nämlich der älteren Generation. Dies sei unerläßlich, wenn der soziale Frieden stabilisiert werden solle. Derzeit gebe es eine kurzfristige Versorgung, die zu einem langfristigen Kollaps führe. Das freiheitliche Drei-Säulen-Modell sei daher absolut richtig.

"Wir müssen im Interesse eines Generationenvertrages die Welt der Kinder mehr ernst nehmen, Schrittweise muß es zur Realisierung des Kinderschecks kommen. Dieser Kinderscheck funktioniert bereits in Norwegen und für Österreich wäre dieser eine vernünftige familienpolitische Alternative", betonte Haider.

Das größte Problem ortete Haider bei den Kindern bis zum dritten Lebensjahr, für die es einerseits keine Kinderbetreuungsplätze gebe, deren Müttern man andererseits die Karenzzeit verkürzt habe. Hier würde kurzfristig und rasch nur der Kinderbetreuungsscheck helfen. In diesem Zusammenhang warf Haider ein, daß er nicht überzeugt sei, ob es überhaupt freiheitlichem Gedankengut entspreche, überall und in jedem Lebensalter die Kinderpflicht anzuführen.

Hinsichtlich der Schulpolitik meinte Haider, daß die FPÖ diese bisher fast sträflich vernachlässigt habe. Die Integration funktioniere nicht, in den Schulen herrsche Chaos. Die Lehrer seien hoffnungslos überfordert. Diese Probleme dürfe man nicht anstehen lassen. Haider forderte auch eine Änderung im Denken und sprach von einer technikfeindlichen Grundeinstellung im Bildungsbereich. Es gebe ein Defizit an technischen Absolventen. Hier müsse man andere Gewichtungen setzen.

Wie Haider betonte, müsse man auch den Kinderschutz ernster nehmen. Derzeit gebe es die Tendenz, die Täter zu entkriminalisieren. Bei Leuten, die sich gegen unsere Kinder vergangen hätten, dürfe es aber keinen außergerichtlichen Tatausgleich geben, sondern nur die Härte des Gesetzes. Haider forderte auch eine stärkere Unterstützung der Berufsintegration der Frau.

Gerade in diesen Fragen müsse die FPÖ absolut Farbe bekennen, stellte Haider klar. Die FPÖ habe die Verpflichtung, gesellschaftspolitische Weichenstellungen zu unterstützen. Hinsichtlich einer Regierungsbildung sagte er, daß diejenigen, die diesen Weg nicht mitgehen würden, gar nicht erst mit der FPÖ zu reden brauchten. (Forts.)

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