Glatteis, Schnee und Nebel: Mit der richtigen Fahrweise alles im Griff!

KfV-Tips für ein sicheres Manövrieren durch "Eiskanäle" und

Wien (OTS) - Nebelwände =

Straße glatt, Auto verkehrt? Nicht unter Einhaltung
der wichtigsten Regeln für ein sicheres Fahren auf glatter Fahrbahn!

Die Tips der KfV-Experten zur Vermeidung riskanter Rutschpartien:

oAuf Schnee halbe Geschwindigkeit und doppelten Sicherheits-abstand wie auf trockener Fahrbahn, auf Eis ein Viertel der Geschwindigkeit und dreifachen Sicherheitsabstand wählen. Unvorhergesehene Ereignisse führen auf rutschigen Fahrbahnen viel leichter zu Unfällen. Des Durchschnitts-autofahrers Gespür für Schnee trügt nur allzu oft: Besonders die erste Ausfahrt auf schneebedeckter Fahrbahn bedeutet Gefahr in Verzug - meist ohne daß es dem Lenker aufgrund des Fahrverhaltens seines Fahrzeuges bewußt wird.

Deshalb zur Erinnerung die goldenen Abstandsregeln aus den Zeiten der Fahrausbildung: Bei einwandfreier Sicht, gutem Fahrbahn- und Fahrzeugzustand und optimaler persönlicher Leistungsfähigkeit gilt im Ortsgebiet 1 Sekunde Abstand zum vorderen Fahrzeug als absolutes Mindestmaß. Im Freiland sollten mindestens 2 Sekunden, auf Autobahnen 3-4 Sekunden Sicherheitsabstand eingehalten werden - dies im Rahmen der jeweils gültigen Tempolimits. Bei Schneelage sollte der Abstand verdoppelt, bei eisglatter Fahrbahn verdreifacht werden. Denn der Anhalteweg verlängert sich bei Schnee etwa auf das Vierfache, bei Glatteis etwa auf das Zehnfache. Das bedeutet z.B. bei Tempo 50 auf Eis einen Anhalteweg von rund 100 m - das entspricht der Länge eines Fußballfelds!

oAuf Eis und Schnee alle abrupten Bewegungen des Fahrzeugs,
wie schnelles Lenken, starkes Bremsen, "ruckartiges" Schalten (Kuppeln) und starkes Gasgeben vermeiden. Vorausschauend und "weich" fahren.

oBesonders gefährliche Stellen: Kuppen, Brücken, Walddurchfahrten, Tunnel-ausfahrten

So bewahren Sie den Durchblick bei Nebelschwaden und Schneegestöber:

oSehen und gesehen werden: Fahren Sie mit Abblendlicht auch am
Tag - zu Ihrer eigenen Sicherheit und zur Sicherheit der anderen Verkehrsteilnehmer. Begrenzungslicht ist nur bei abgestelltem Fahrzeug erlaubt.

oBei Nebel und Schneetreiben Fernlicht ausschalten - Gefahr
der Selbst-blendung!

oVerwendung von Nebellicht und Nebelschlußleuchten nur bei Sicht-behinderung, z.B. durch Nebel, Regen und Schneefall. Nebelschein-werfer dürfen auch bei Dunkelheit auf kurvenreichen Strecken verwendet werden. Richtwert: Wird man selbst durch Nebelschlußleuchten geblendet, sollte man auch die eigene abdrehen.

oNiemals blind in "Nebelwände" einfahren. Bei schlechten
Sicht- und Fahrbahn-verhältnissen ist das "Fahren auf Sicht" besonders wichtig. Dies gilt auch im Kolonnenverkehr, denn auch Ihr Vordermann hat keine "Radaraugen".

oSpeziell bei Nebel: Den gesamten Anhalteweg Abstand halten -
bei 50 km/h bedeutet das: 3 Sekunden Abstand! Ein "Anklammern" am Vordermann unbedingt vermeiden!

Die Verkehrstoten der Vorwoche: Im Zeitraum 15. bis 21. November 1999 starben 10 Menschen auf Österreichs Straßen: 6 Pkw-Insassen (davon 3 Lenker), 1 Lkw-Lenker und 3 Fußgänger. Nichtangepaßte Fahrgeschwindigkeit war - bei 5 von insgesamt 10 tödlichen Unfällen -Unfallursache Nr. 1. Alkohol am Steuer war in einem Fall Mitursache, drei getötete Fahrzeuginsassen waren nicht angeschnallt.

Bereits 100 Tote mehr! Sehr bedenklich ist die bisherige Verkehrsunfallbilanz 1999: Vom 1. Jänner bis 21. November 1999 wurden nach vorläufigen Zahlen 952 Verkehrstote registriert, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es endgültig 858 Getötete.

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