AK Tumpel: "Bahn-Tariferhöhung unakzeptabel"

Wien (OTS) - "Die von der Bahn geplante Tariferhöhung für 1. Jänner 2000 trifft hauptsächlich die Pendler - das ist daher unakzeptabel," sagt AK-Präsident Herbert Tumpel: Für den Großteil der Pendler würde die Wochen- und Monatsstreckenkarte überdurschnittlich stark teurer werden. Es ist nicht fair, wenn die Pendler schon wieder zur Kasse gebeten werden. Die Bahn müsse einen neuen Tarifvorschlag auf den Tisch legen. Das Ziel müsse sein, den ArbeitnehmerInnen das Umsteigen attraktiv zu machen. ****

Die von der Bahn für 1.1.2000 angekündigte Fahrpreiserhöhung ist pendlerfeindlich, sagt AK-Präsident Herbert Tumpel. Die Erhöhung auf Nah- und Mittelstrecken soll zwar im Schnitt nur zwei Prozent betragen - aber für die Pendler würde es wieder einmal mehr ausmachen. 90 Prozent der Bahnpendler legen im Schnitt rund 50 Kilometer für eine Strecke zurück. Die Wochen- und Monatsstreckenkarte würde für diese Pendler um fast 5 Prozent teurer werden, so Tumpel.

Kräftige Erhöhung seit 1993
Seit der Ausgliederung der ÖBB im Jahr 1993 wäre das bereits die sechste Fahrpeiserhöhung. Die Monatskarte ist seither auf den für Arbeitpsendler relevanten Strecken - zwischen 30 und 70 km - bis zu rund 340 Schilling treurer geworden. Rechnet man die Erhöhung für 1. Jänner mit, wären die Monatskarten sogar um bis zu rund 380 Schilling teurer geworden.

Neuer Vorschlag
Die Bahn muss umdenken: Denn es kann nicht sein, dass Qualitätsoffensiven für die Pendler angekündigt werden und gleichzeitig die Pendlertarife unattraktiver werden, sagt Tumpel. Tarifverteuerungen schlagen sich immer sofort auf die Brieftasche -Erneuerungen der Zugsgarnituren greifen nicht so schnell bis sie zu spürbaren Angebotsverbesserungen führen.

Die Bahn soll sich einen neuen Tarifvorschlag überlegen, verlangt Tumpel: Die Preise müssen fair und sozial gerecht sein.

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