Kautz: Will VP-LAbg. Dirnberger die Öffentlichkeit aufs "Glatteis" führen?

VP-Schüssel strebt die totale Freigabe der Ladenöffnungszeiten an

St. Pölten, (SPI) - "Will AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger die Öffentlichkeit auf frühwinterliches "Glatteis" führen?", kommentiert SP-LAbg. Herbert Kautz heutige Aussagen von Dirnberger, in denen er die SPÖ für alle negativen Folgen einer etwaigen Liberalisierung von Ladenöffnungszeiten verantwortlich machen will. "Ganz im Gegenteil -wenn jemand für die totale Freigabe der Öffnungszeiten eintritt, dann ist das sein Parteifreund und VP-Chef Wolfgang Schüssel, der gemeinsam mit dem konservativen Wirtschaftsbund diese Idee mit "Besessenheit" verfolgt", so der Neunkirchner Mandatar. So berichtete die APA am 12. November 1999: "Parteiobmann Wolfgang Schüssel erklärte heute im Gespräch mit der APA, dass die Zeit reif sei, die vollkommene Aufgabe der Landenschlusszeiten an Wochentagen zu diskutieren." In der Tageszeitung "Die Presse" sprach Schüssel am 10. November von "der kompletten Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten zwischen Montag und Freitag".****

Sowohl die Arbeitszeit als auch geringe Bezahlung und die Nichteinhaltung gesetzlicher Bestimmungen seitens des Arbeitgebers sorgen bei Handelsangestellten jetzt schon - ohne einer zusätzlichen Ausdehnung der Öffnungszeiten für großen Unmut. Hinzu kommt noch, dass ein Großteil der Beschäftigten im Handel Frauen sind, deren Familienleben naturgemäß unter der Arbeitszeitregelung in dieser Branche leidet. "Dirnberger mag zwar mit den negativen Auswirkungen einer Liberalisierung Recht haben, dürfte aber völlig vergessen haben, dass nicht die SPÖ, sondern 100 %ig seine eigene Partei mit Wolfgang Schüssel und dem Wirtschaftsbund an der Spitze das Vorhaben einer totalen Liberalisierung der Öffnungszeiten fordert und betreibt", zeigt sich Labg. Kautz über die irreführenden Aussagen von Dirnberger empört.
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