Wirtschaftskammern forcieren Euro-Information für KMUs

Haiden: "Strategisches Management" und "Preispolitik im Unternehmen" sind nun die vorrangigsten Themen

PWK - Die Wirtschaftskammern planen für das Jahr 2000 mit ihren Euro-Beauftragten und gemeinsam mit der Euro-Initiative der Bundesregierung sowie Dun & Bradstreet wieder direkt zu den Unternehmen, speziell den heimischen Klein- und Mittelbetrieben, zu gehen. ****

"Da die Euro-Umstellung primär ein Anpassungsvorgang an veränderte wettbewerbliche Rahmenbedingungen ist, möchten wir die Firmen gezielt über die Themen 'Strategisches Management' und 'Preispolitik im Unternehmen' informieren", erklärte WKÖ-Vizepräsident Rene Alfons Haiden heute, Freitag, vor Journalisten. Für diese Aktion konnte die Wiener Unternehmensberatung Simon, Kucher & Partners gewonnen werden, die sich auf Preisberatung spezialisiert hat.

In den nächsten beiden Jahren werde allerdings nicht nur die fachliche Unterstützung der Unternehmen intensiviert, sondern auch an einer möglichst reibungslosen und kostengünstigen Bargeldeinführung Anfang 2002 gearbeitet, so Haiden. Dafür sind die Wirtschaftskammern bereits jetzt eng in die Bargeld-Vorbereitungen der Oesterreichischen Notenbank und der Stuzza - der Studiengesellschaft für Zusammenarbeit im Zahlungsverkehr - eingebunden.

Die, beim letzten ECOFIN-Rat getroffene Entscheidung zur Verkürzung der Doppel-Bargeldphase auf zwei Monate, werde von der österreichischen Wirtschaft begrüßt, betonte Haiden. "Je kürzer diese Phase jedoch ist, desto besser muss man auf sie vorbereitet sein." Konkret wird dabei vor allem an eine Bargeld-Vorverteilung vor dem 1.1.2002 gedacht. Unternehmen könnten so Euro-Scheine und -Münzen, sogenannte "Starter-Kits", a 2.000 Schilling vorweg beziehen und sich auf den Einsatz des Euro-Geldes besser vorbereiten. Für Konsumenten sind derzeit "Starter-Kits" a 200 Schilling im Gespräch.

"Euro-fit ist ein Unternehmen dann, wenn es mit seiner eigenen Betroffenheit richtig und effizient umgeht", sagte Haiden. Die österreichischen Unternehmen wissen dies. 26 Prozent der Firmen kündigten gemäß der letzten Fessl-GfK-Umfrage im Mai an, bis Jahresende euro-fit zu sein. Von jenen Unternehmen, die bereits weitgehend auf Euro umgestellt haben, berichteten nur 6 Prozent von Umstellungsschwierigkeiten.

Dies zeigt, dass die Unternehmen mit der Umstellungsproblematik zurecht kommen und bekräftigt die Wirtschaftskammern in ihrer Informationspolitik, freute sich Haiden. Seit Anfang 1997 stellten die Wirtschaftskammern den Unternehmen im Rahmen des Projekt Euro 28 Broschüren mit insgesamt 28 Millionen A4-Seiten zur Verfügung. Der Euro-Leitfaden hat bereits eine sensationelle Auflage von 100.000 Exemplaren erreicht. 133 Euro-Beauftragte informieren weiterhin bei Vorträgen, persönlichen Beratungen und per Telefon über alle Bereiche der Euro-Thematik.

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