Dirnberger: Kritik an Belastungsplänen von Klima und Schlögl

Niederösterreich darf nicht ein einziger, riesiger Supermarkt werden

Wien (OTS) - Gegen den Plan von SP-Chef Klima, die Öffnungszeiten der Geschäfte rund um die Uhr zu erlauben, sprach sich heute AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger (ÖAAB) aus. Im Rahmen der Konferenz der ÖAAB - Kammerräte sagte Dirnberger in St. Pölten:
"Niederösterreich darf nicht ein einziger riesiger Supermarkt werden. Denn die, von Klima vorgeschlagene Regelung der Öffnungszeiten, geht nicht nur auf Kosten der Handelsangestellten, sondern auch auf Kosten der vielen kleinen Gewerbebetriebe. Die könnten dann nicht mehr mithalten mit den Supermärkten und die Arbeitsplätze in diesen Gewerbetrieben wären gefährdet."

Als besonders bedauerliche Entwicklung in der SPÖ-Niederösterreich bezeichnet Dirnberger die Aussage von SP-NÖ-Vorsitzenden Schlögl, wonach dieser die Pläne Klimas voll unterstütze. "Da wollen die Handelsketten Öffnungszeiten rund um die Uhr, die Erlaubnis zum Offenhalten am Sonntag, die Abschaffung von Überstundenzuschlägen und anstatt dem entgegen zu treten, findet der Herr Schlögl das auch noch klass", wundert sich Dirnberger über die jüngste Richtungsentscheidung in der SPÖ.

Handelsangestellte haben Probleme mit Bezahlung, Arbeitszeiten und Kinderbetreuung

"Ich habe in den vergangenen Wochen viele Supermärkte in ganz Niederösterreich besucht und mit den dort angestellten Verkäuferinnen und Verkäufern gesprochen. Bei diesen Menschen, zum überwiegenden Teil Frauen, herrscht große Unzufriedenheit über die Bezahlung, Arbeitszeiten auf Abruf, die Nichteinhaltung gesetzlicher Bestimmungen durch Arbeitgeber in der Handelsbranche und über die Schwierigkeiten, die Kinder zu betreuen. Die Herrn Schlögl und Klima sollen, statt ihren Schicki-Micki-Beratern zu folgen, lieber wieder einmal hinaus zu den arbeitenden Menschen gehen und mit denen über die wirklichen Probleme in unserem Land sprechen. Und es soll auch niemand glauben, dass eine Verlängerung der Öffnungszeiten nicht auch Auswirkungen auf andere Wirtschaftszweige hat. Schon jetzt ändern z.B. auch Versicherungen ohne Einbeziehung des Betriebsrates und ohne Beachtung der rechtlichen Vorgaben die Öffnungszeiten ihrer Außenstellen in den Bezirkshauptstädten. Das alles geschieht zum Nachteil der Arbeitnehmer und dem müssen wir daher entgegen treten und nicht irgendwelchen Modernismen folgen, die über kurz oder lang zu unser aller Nachteil sein werden", kritisiert AK-Vizepräsident Dirnberger (ÖAAB) Schlögl und Klima.

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