1. Wiener Integrations-Konferenz am 20. November im Rathaus

Wien, (OTS) Integrationsstadträtin Mag. Renate Brauner und
der Geschäftsführer des Wiener Integrationsfonds Hannes Seitner informierten Donnerstagabend im Rahmen eines Pressegesprächs über die wichtigsten Inhalte und Ziele der 1. Wiener Integrations-Konferenz, die am 20. November im Wappensaal des Rathaus stattfindet. Mit der Integrations-Konferenz versucht der Wiener Integrationsfonds heuer erstmals, alle Vereine, Gruppen und Initiativen zusammenzubringen, die sich mit Integration in Wien beschäftigen.

Netzwerk des Miteinander aufbauen

Hauptziel sei es, möglichst viele dieser Organisationen stärker als bisher in die Integrationspolitik der Stadt einzubinden, um so schrittweise ein engmaschiges Netzwerk des Miteinander aufbauen zu können, betonten Stadträtin und Fondschef. Die Veranstaltung werde auch dazu dienen, eine Fülle von inhaltlichen Meinungen zum Thema Integration zu präsentieren und auch kontroversiell zu diskutieren. Denn eine konstruktiv
kritische Auseinandersetzung und die Bereitschaft, einander gegenseitig zu respektieren, böten eine gute Basis, gemeinsam neue Ideen für das Miteinander zu entwickeln, sagte die Stadträtin. Brauner und Seitner betonten in diesem Zusammenhang auch, dass
ohne die Kooperation, die Partnerschaft mit jenen vielfältigen im Bereich der Integration tätigen Organisationen sowohl die Arbeit des Integrationsressorts als auch die des Wiener Integrationsfonds nicht möglich wäre.

Zur Konferenz selbst haben sich insgesamt 133 Organisationen angemeldet, die in verschiedenen Lebensbereichen, von
Sozialberatung über Freizeit und Kultur bis hin zu Gesundheits-
und Rechtsberatung tätig sind. Die Palette umfasst auch so gut wie alle ethnischen Gruppen, die in Wien leben. Die Inhalte der ersten Integrations-Konferenz wurden übrigens mit Hilfe einer schriftlichen an alle Organisationen gerichteten Umfrage
ermittelt.

Ein weiteres wesentliches Merkmal der Integrations-Konferenz:
Von den einzelnen Delegierten können themenspezifische Anträge eingebracht werden, über die dann abgestimmt wird.

Kommunikation und Information verbessern

Auf Basis dieser ersten Konferenz sollen gemeinsam praxisorientierte Problemlösungen gefunden und neue Integrationsmodelle entwickelt werden. Wesentlich dabei ist auch
die Verbesserung des Kommunikations-Flows zwischen Wiener Integrationsfonds und all jenen Wiener Organisationen, die sich
mit Integration beschäftigen. Ein wichtiger Tagesordnungspunkt ist daher auch die Kurzpräsentation und Diskussion über die Aufgaben und Tätigkeitsfelder des Wiener Integrationsfonds.

Wahl in das Kuratorium des WIF – Integrationspolitik der Stadt mitgestalten

Auf dem Programm der Wiener Integrations-Konferenz steht weiters die Wahl eines Mitglieds sowie eines Ersatzmitglieds in
das Kuratorium des Wiener Integrationsfonds, das dann Sitz und Stimme in diesem Gremium hat, um so in Zukunft die Wiener Integrationspolitik mitgestalten und mittragen zu können.

Integration international – Modelle & Perspektiven

Darüber hinaus wird Frau Hania Fedorowicz, M.A., Psychologin und langjährige politische Referentin im kanadischen Parlament für die Bereiche internationale und Friedenspolitik, Abrüstung, Multikulturalismus und Menschenrechte, ein Impulsreferat zum Thema "Integration International – Modelle & Perspektiven" halten. Frau Fedorowicz wird versuchen, internationale und nationale Kooperationsmöglichkeiten aufzuzeigen und anschließend einen Kommunikations–Workshop leiten. Beim Pressegespräch Donnerstagabend stellte die kanadische Expertin für multiethnische Mediation auch ihre zentralen Thesen zum Thema vor. Konkret ging
sie dabei auf Integration und Multikulturalität am Beispiel
Kanadas ein. Als Grundvoraussetzung für die multikulturelle Gesellschaft, die nicht nur akkzeptiert sondern auch als Grundlage für neue Kreativität angenommen wird, nannte Fedorowicz die klare Definition eines Mindestmaßes an Grundwerten. In Kanada sei dieser Grundkonsens 1988 mit dem Canadian Multiculturtalism Act verabschiedet worden. In diesem Rahmen sei der Multikulturalismus als fundamentales Merkmal des kanadischen Kulturerbes und seiner Identität verankert worden, erläuterte die kanadische Kommunikationswissenschafterin.

Ein Wegweiser der Integration in Wien

Der Wiener Integrationsfonds gibt anlässlich der ersten Integrations-Konferenz als zusätzliche Serviceleistung, sowohl für ExpertInnen als auch für die ausländischen MitbürgerInnen, auch ein Integrations-Handbuch heraus. Diese Erstauflage, die kontinuierlich aktualisiert werden soll, enthält, nach Kategorien eingeteilt, die wichtigsten Daten und Informationen über
zahlreiche Vereine, Initiativen und Gruppen, die in unterschiedlichen integrationsrelevanten Bereichen tätig sind.

Abschließend wiesen Integrationstadträtin und Fondschef darauf hin, dass die Integrations-Konferenz kein einmaliges
Ereignis sei, sondern mindestens einmal jährlich stattfinden
werde. Darüber hinaus sei geplant, nach der Konferenz am 20. November weiterführende Arbeitsgruppen zur Vertiefung und Konkretisierung der Diskussion zu installieren. (Schluss) gph

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Wiener Integrationsfonds
Gabriele Philipp
Tel.: 4000/81 547

PID-Rathauskorrespondenz: www.wien.gv.at/vtx/vtx-rk-xlink/

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK/NRK