Mobilfunk zum Essen US-Technologieguru Nicholas Negroponte in Wien - BILD (Forts. zu OTS0104 von heute)

Wien (OTS) - Bereits zum zweiten Mal kam der "Digital-Guru"
Nicholas Negroponte auf Einladung von mobilkom austria am 17. November in die Wiener Hofburg. Anlässlich des Symposiums "Die Zukunft der mobilen Kommunikation" hielt er einen 90-minütigen Vortrag, der auf den Symposiums-Seiten im Internet (www.visions.at) von einigen zehntausend Menschen live mitverfolgt wurde. Wie schnell die Evolution in der digitalen Welt vor sich geht, bewies das "Handy als Armbanduhr": Im letzten Jahr Teil der Rede Negropontes und Zukunftsvision, wurde es beim diesjährigen Symposium bereits von Ted Hally, General Manager Motorola GSM Systems Division, vorgestellt. Auch in seinem Vortrag am Mittwoch präsentierte Visionär Negroponte wieder zahlreiche Trends der digitalen Welt.

Im Gegensatz zum PC wird bei Mobiltelefonen die komplexe Technologie und Intelligenz, die in den Geräten steckt, nicht ständig zum Zusammenbruch des ganzen Systems führen, sagte Negroponte. Hinter den gebräuchlichen Anwendungen wie SMS und Sprachtelefonie steckt zwar eine ganzer "Eisberg" an hochkomplexer Intelligenz, die der User jedoch nicht bemerkt. Bei der mobilen Telefonie ist die Benutzerfreundlichkeit schon viel weiter fortgeschritten, was ein Grund für die große Beliebtheit von Handys ist. Je mehr sich die Datenintensität in der digitalen Welt erhöht, umso wichtiger wird es, die Bedienung der Geräte einfach zu halten.

Grosse Veränderungen werden die neuen Technologien im Gesundheitswesen bewirken, meinte Negroponte. Wenn das Mobiltelefon in Zukunft in der Lage sein wird, Körperwerte wie Puls etc. zu messen und aufzuzeichnen, können sich Ärzte - besonders in einem Notfall -in kürzester Zeit und umfassend ein Bild über den Gesundheitszustand machen.

Weiters kam Negroponte darauf zu sprechen, dass entgegen allgemeinen Prognosen die Bandbreiten immer geringer werden, je höher die Intelligenz von Maschinen wird. Sehr hohe Intelligenz bei Dingen des täglichen Lebens findet sich beispielsweise in Spielzeug, meinte Negroponte.

In Zukunft wird es hauptsächlich darum gehen, Technologie benutzerfreundlicher zu machen und bei Geräten nützliche bis witzig-skurrile Zusatzfunktionen einzubauen: So könnten dem User der Zukunft seine Lieblingsaktienkurse zum Frühstück am Toast eingebrannt serviert werden.

Die digitale Welt ist auch dadurch gekennzeichnet, dass die traditionellen Rollen von Produzenten, Händlern und Konsumenten zunehmend in Bewegung geraten: In einer vernetzen Welt könnten gelesene Bücher einfach weitergereicht und neue Car-sharing Systeme entwickelt werden. Wer seinen Wagen ein paar Tage nicht braucht, kann ihn einfach weitervermieten.

Diese neuen Programme, die einen hohen Grad an Personalisierung aufweisen, verlangen jedoch ein gewisses Vertrauen. Die Identität der Benutzer wird daher im Internet untrennbar mit Informationen über ihre Glaub- und Kreditwürdigkeit verbunden sein. Das vorausgesetzt, können neue Unternehmen und Services entstehen, die sich der persönlichen Bedürfnisse annehmen.

Aufholbedarf gibt es vor allem, was die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine betrifft. Hier ist in den letzten 20 Jahren nicht viel verändert worden, meint Negroponte. Da fundamentale Intelligenz nicht ohne Emotionen stattfinden kann, werden Systeme entwickelt werden, die von alleine feststellen können, ob jemand da ist oder nicht, und die die jeweilige Stimmung des Benutzers erkennen und darauf reagieren. Sie werden dann von alleine die richtige CD auflegen oder die richtige Lichtstimmung in einem Zimmer wählen.

Die mobile Kommunikation wird laut Negroponte in Zukunft immer weniger zur reinen Sprachübermittlung dienen, sondern zunehmend Geräte untereinander vernetzen. So wird in Negropontes Media Lab am Massachusetts Institute of Technology bereits heute mit "Computern zum Essen" experimentiert, die aus dem Inneren des Körpers wertvolle und im Notfall lebensrettende medizinische Daten drahtlos übertragen können.

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