Staatspreis für PR 1999 geht an ONE und ikp

Wien, 18. November 1999 (OTS) - Der Staatspreis für Public Relations 1999 ging an Connect Austria/ONE und die betreuende PR-Agentur ikp für das Anrainerdialog-Projekt "Wer miteinander redet, hat's gut. Vom GSM-Hot-Spot zum Standort-Konsens". In dem Projekt geht es um zielgruppenspezifische Konfliktkommunikation bezüglich der Standort-Frage für Sendemasten.

Der Staatspreis für Public Relations, der alljährlich vom Bundesministerium für wirtschaftliche Angelegenheiten vergeben wird, ging heuer an Connect Austria/One und die betreuende Agentur ikp. Mit dem Salzburger Projekt "Wer miteinander redet, hat's gut. Vom GSM-Hot-Spot zum Standort-Konsens" hat man sich zum Ziel gesetzt, eine sowohl für Anrainer als auch für den Netzbetreiber akzeptable Konfliktlösung (win-win-Prinzip) zu suchen und diese auch gefunden.

Zielgruppenspezifisch wurde sechs Monate lang der Dialog geführt:
mit den Anrainern der geplanten Sendemasten der Stadt Salzburg (Connect-Salzburg-Telefon), mit Bürgerinitiativen und den Landessanitätsdirektionen (Connect Round Table Salzburg) etc. Die PR-Maßnahmen brachten den gewünschten Erfolg (bei 12 von 13 Masten konnte eine Einigung erzielt werden, Connect verzichtete auf einen Sendemast), und die Vorgangsweise von Connect Austria wurde von Anrainern und Medien gleichermaßen positiv aufgenommen.

Zielgruppenspezifische Kommunikation
Die Qualität der 20 Projekte, die sich um den PR-Staatspreis 99 beworben haben, ist überwiegend hoch. Der Trend zu Konflikt- und Krisenkommunikation in den Projekten wurde von der 14-köpfigen Jury ebenso festgestellt wie die zielgruppenspezifische Ansprache. Medienarbeit bleibt weiterhin ein wichtiges Thema, hat aber nicht mehr oberste Priorität. Bei den eingereichten Projekten lagen die Schwerpunkte in den "neuen" Branchen (Netzbetreiber) und auf dem medizinischen Sektor.

Der Staatspreis und die fünf Nominierungen wurden am 18. November im Rahmen des PR-Tages von Ministerialrat Mag. Dkfm. Georg Pein in Vertretung des Bundesministers Dr. Hannes Farnleitner überreicht.

Der Staatspreis für Public Relations wird seit 1984 alljährlich vom Wirtschaftsministerium verliehen. Mit der Organisation und Durchführung des Staatspreises ist der Public Relations Verband (PRVA) betraut.

19. Österreichischer PR-Tag: PR. MACHT. MARKEN.

Public Relations für starke Marken

Beim Österreichischen PR-Tag, am 18. November 1999, im Wiener Haus der Industrie, drehte sich alles um die Marke. Der PRVA Public Relations Verband Austria, als Veranstalter, rückte unter dem Generalthema "PR. MACHT. MARKEN." die Leistungsfähigkeit und das Know-how der heimischen PR-Branche für den Markenaufbau und die Markenpflege ins Scheinwerferlicht.

Beate Steiner, PRVA-Präsidentin, beurteilt die Thematik "PR und Marken" als hochaktuell, denn: "Wer eine neue Marke einführt, die Aktienkurse eines Marken-unternehmens pflegt oder eine Krise möglichst markenschonend überstehen will, der kann auf professionelle PR nicht verzichten." Im Zeitalter des mündigen Käufers, heftig umworbenen Spenders, Wählers oder Aktionärs sei der kontinuierliche und langfristig geplante Dialog mit diesen und anderen Gruppen unabdingbar, denn nur dieser stärke das Vertrauen in die Marke und fördere ihr gegenüber ein langfristig positives Verhalten. Steiner erkennt in Österreich eine "generell sehr erfreuliche Entwicklung der PR im Profit- aber noch stärker im Non-Profit-Bereich, wo derzeit die größte Nachfrage für qualifizierte Öffentlichkeitsarbeit besteht."

Prominente Vortragende aus dem In- und Ausland veranschaulichten am PR-Tag an aktuellen Fallbeispielen die Bedeutung und Wirkung der "Stillen Marken-Macher" im Bereich der Konsumgüter- und Investitionsgüterindustrie, im Non-Profit-Bereich, in der Politik bis hin zur Personenmarke. VA Tech-Generaldirektor Erich Becker referierte über die Einführung einer Dachmarke und UNIQA-Generaldirektor Herbert Schimetschek beleuchtete die PR-Maßnahmen für die aktuelle Markenkampagne seines Unternehmens. Barry Leach von A.T. Kearney erläuterte Markenstrategien im digitalen Zeitalter, die sich am veränderten Konsumentenverhalten und an neuen technischen Möglichkeiten des e-commerce orientieren und daher neuer Kommunikationstechniken bedürfen.

Bei der Podiumsdiskussion "Markenpolitik statt Politik" reflektierten die ORF-Journalistin G. Hopfmüller, der ehemalige SPÖ-Pressesprecher H. Lederer, der Politikwissenschafter F. Plasser, die FPÖ-Bundesparteiobfrau S. Riess-Passer, der Leiter der ÖVP-Akademie Ch. Scheucher und der LIF-Bundesgeschäftsführer M. Schiebel die Kommunikations-Strategien der Parteien vor und nach der Nationalratswahl.

Anläßlich des PR-Tages wurden auch wieder der Staatspreis für Public Relations und die Wissenschaftspreise für Öffentlichkeitsarbeit vergeben. Der diesjährige Staatspreis für PR ging an Connect Austria/ONEund die betreuende Agentur ikp für ein Anrainerdialog-Projekt in Salzburg.

Wissenschaftspreise für 1999 vergeben

Die Auseinandersetzung der Wissenschaft mit dem Bereich Öffentlichkeitsarbeit macht rasante Fortschritte: Das Lehrangebot an Universitäten und Fachhochschulen steigt ständig, ebenso die Zahl der wissenschaftlichen Arbeiten zu Fragen der Public Relations. Durch diese professionelle Fundierung der Öffentlichkeitsarbeit bekommt diese Branche weiter starken Auftrieb, die Zahl der Unternehmen und Institutionen, die professionelle Öffentlichkeitsarbeit betreiben, nimmt ständig zu, die Zahl der Arbeitsplätze in diesem Sektor zeigt nach wie vor deutliche Steigerungsraten.

Ein unterstützender Faktor dieser Entwicklung ist die alljährliche Verleihung von Wissenschaftspreisen für Public Relations durch den Public Relations Verband Austria (PRVA). Im Rahmen des Österreichischen PR-Tages des PRVA am 18. November werden die Wissenschaftspreise 1999 vergeben.

"Während die Wissenschaft bisher der PR-Praxis hinterhechelte, scheint sie nun endlich die Praxis in Sachen Fortschrittlichkeit, Visionen und gedanklichem Fundament zu überholen³, erklärte der Wissenschaftliche Delegierte des PRVA, Franz Bogner. Es sei endlich an der Zeit, sich von Praktiken der Öffentlichkeitsarbeit, die der Manipulation und der Überredungskommunikation zuzuordnen sind, zu verabschieden und ein wissenschaftlich fundiertes PR-Gebäude im Sinne ganzheitlicher, strategischer Dialog- und Legitiationsprozess zu schaffen. Moderne Öffentlichkeitsarbeit müsse den gesellschaftlichen Dialog fördern und so einen wesentlichen Beitrag zum Demokratieverständnis leisten, und nicht bloß einseitige Interessensumsetzung darstellen, betonte Bogner.

Eine hochrangige Jury von Kommunikationswissenschaftlern bewertete die 13 eingereichten Diplomarbeiten und sprach folgende Preise zu:

Die Preisträger:

1. Preis: Mag. Monika Wirrer

Innerbetriebliche Public Relations als Beitrag zur Mitarbeitermotivation. Diplomarbeit, Universität Salzburg

2. Preis ex aequo: Mag. Karin Zupan

Strategien und Methoden der Öffentlichkeitsarbeit von Krankenhäusern. Diplomarbeit, Universität Salzburg

2. Preis ex aequo: Mag. Christoph Gilet

Kommunikationsbrücken zu Stakeholdern. Geschäftsberichte -Visitenkarte und Grundlage des unternehmerischen Dialogs. Diplomarbeit, Universität Wien

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
PRVA, Lothringerstraße 14/2.Stock, 1030 Wien, Tel.: 01/ 715 15 40, Fax: 715 15 35

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Alfred Autischer
Tel.: (01) 524 77 90

Institut für Kommunikations-Planung GmbH

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | IKP/IKP