SYMIPOSIUM DER LIGA DER ISLAMISCHEN WELT IN WIEN

Wien (OTS) - Dr. Abdullah bin Saleh AL-OBAID, Generalsekretär der islamischen Weltliga, eröffnet am Freitag den 19.11.99 um 10.00 das zweitägige Symposium "Das Bild des Islam im Westen anhand der Schullehrpläne - Ist-Zustand und Auseinandersetztung" anläßlich des 20 jährigen Bestehens des islamischen Zentrums in Wien.

Weitere Teilnehmer sind Sheikh Saleh bin Abdulaziz Al-Sheikh, Minister für islamische Angelegenheiten in Saudi Arabien und 300-500 Persöhnlichkeiten aus 75 Ländern arabischen, islamischen und europäischen Ländern, darunter Dr. Kamel Alshareef, Generalsekretär des internationalen Rates für Dawah und karitative Tätigkeiten in Kairo, der pensionierte deutsche Diplomat Dr. Murad Hoffmann, Dr. Fauziah Al-Ashmawi, Professorin für islamische Wissenschaft an der Universität Genf.

Die Teilnehmer werden auch einige wichtige Themen behandeln wie Einfluß der islamischen Zivilisation auf die westliche Zivilisation, Islam und Identität, Appell an die europäischen Entscheidungsträger und Saudiarabien als beispielhafte Förderung des Islams und der Muslime in der Welt. Außerdem wurden viele Einladungen an Österreische Persöhnlichkeiten aus Religion, Politik und Gesellschaft

Der Generalsekretär der islamischen Weltliga nach seiner Ankunft in Wien hat bekräftigt, dass das Ziel dieses Symposiuns sei, vor allem der österreichischen und eurpäischen Öffentlichkeit Gehör zu verschaffen für die Wünsche und Anforderungen der Muslime. Aufbauend auf den islamisch-christlichen Dialog sagte Dr. Al-Obaid:" Die islamische Weltliga hat, seit ihrer Gründung vor 40 Jahren, sich um den Dialog zwischen den Kulturen und Zivilisationen des Islams und der Westlichen Welt bemüht und dieses Symposium dient dazu, die Werte die das Christentum und den Islam verbindet, zu erörtern.

In diesem Rahmen hat Dr. Al-Obaid ein Schreiben an Nicole FONTAINE, Präsidentin des Europäischen Parlaments gerichtet: Zu allerst möchte ich dem europäischen Parlament zu seiner Verhaltensweise gratulieren, die es während des Krieges in Bosnien-Herzegovina und im Kosovo gezeigt hatte, als auch für die Verabscheuung von Gewalt und Blutvergießen bei dem gegenwärtigen Konflikt in Tschteschenien. Weiters möchte ich meine Zufriedenheit über die Zustimmung zur Empfehlung Nr. 1162, adaptiert vom Europäischen Parlament bei seiner 34. Sitzung 1991, äußern, welche den Einfluß der Islamischen Religion auf die europäische Bevölkerung über die vergangenen Jahrhunderte verdeutlicht hat und auch unwahre Anschauungen angeklagt hat, die von anti-islamischen, mit Vorurteilen behafteten Denkweisen stammen, weiche den islamischen Beitrag auf die europäischen Union verneinen.

Weiteres verlangt das eben Festgehaltene nach einer besseren Wissenserkundung über die Geschichte des Islams um eine ausreichende Kenntnis für die Zukunft und die Vorbereitung auf die Zukunft. In seiner Empfehlung hat das europäische Parlament seine Wertschätzung über die Einflußgröße des Islam, welche einen großen Beitrag zu einer Vielzahl von Lebensbereichen wie Kultur, Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft leisten kann, verdeutlicht. Darüber hinaus hat die Empfehlung des eurpäischen Parlaments einige wichtige Punkte erläutert, wie das Wissen über den Islam dokumentiert werden soll als auch wie die Beziehungen zur islamischen Welt gestärkt werden können. Im Anschluß an die bereits genannten positiven Aspekte stellt auch die Rolle der in vielen europäischen Ländern integrierten Moslems, die einen beträchtlichen Beitrag zur Unterstützung der europäischen Wirtschaft leisten, einen bemerkenswerten Punkt dar. Das fruchtbare Klima, welches durch die europäische Gesellschaft erzeugt wurde, trug dazu bei, dass sich viele islamische Arbeitskräfte in Europa niederließen und zu wertvollen Staatsbürgern wurden. Dies wiederum hat auch viele Europäer veranlaßt, sich mit Moslems zu vereinigen beziehungsweise zum Islam überzutreten. Durch die große Anzahl der Muslime in Europa und ihre hingebungsvolle Ausübung ihrer Religion haben viele Länder der Europäischen Gemeinschaft, wie z.B. Österreich und Belgien, freundlicher- und respektvollerweise den Islam anerkannt haben.

Ich verfaßte diesen Brief im Namen der Liga der islamischen Welt (Rabita), gegründet vor 40 Jahren mit Sitz in Mekkah, welche eine sehr populäre islamische Organisation ist, die viele islamische Vereinigungen weltweit vertritt. Rabita hat einen Kategorie A Status als internationaler Beobachter mit dem UN Economical and Social Council und ist auch Mitglied in der UNESCO, UNICEF und anderen internationalen Organisationen. Rabita, welches 40 Büros rund um die Welt hat, hat das Bestreben, der islamischen Kultur zu dienen, religiöse Interessen zu bewahren und ist zusätzlich um internationale Zusammenarbeit und Aufklärungsarbeit bemüht. Im Namen von Rabita ersuche ich sie hiermit nun höflichst, uns bei der Aktivierung der Empfehlung Nr. 1162 bei der europäischen Gemeinschaft durch die Anerkennung der islamischen Religion zu unterstützen. Durch die Durchsetzung der Empfehlung könnten die Rechte der muslimischen Gläubigen gefestigt werden und die Teilnahme an dem internationalen Dialog über internationalen Frieden, soziale Gerechtigkeit und Menschenrechte ermöglicht werden. Zum Abschluß möchte ich ihnen noch meine Anerkennung aussprechen und ihnen nochmals verdeutlichen, daß die Rabita sich sehr auf eine Zusammenarbeit mit dem europäischen Parlament in allen Gebieten wie Kultur und Bildung freut, was wiederum das Verständnis für den Islam und Moslems anheben wird. Während seines Aufenthaltes in Wien richtete Dr. Al-Obaid einen Appell an die Tagende Konferenz der OSZE in Istanbul, in dem hatte die Internationale Gemeinschaft aufgerufen, die Muslimen in Tschtschenien von dem brutalen und blutigen Völkermord zu retten.

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