NÖ VOLKSHILFE: Finanzierung von Kindergruppen nicht gesichert

Fördervorschlag des Landes bedeutet Einsparungen bei der Qualität

Wien (OTS) - Das Jahr 1999 ist kein gutes für Kindergruppen. Den Anfang machte das AMS mit dem Rückzug aus der Finanzierung von Kinderbetreuungseinrichtungen.

Dann wurden die Förderungsrichtlinien vom Land NÖ neu beschlossen und erhöhten die Gruppengröße von 10 auf 15 Kinder. Damit war klar, dass auf Kosten der Qualität gespart werden sollte.

Mit der jetzt von den Landesräten Prokop und Votruba präsentierten Änderung der Förderungsrichtlinien wird dieser Qualitätsverlust festgeschrieben und der Förderausfall nur unzureichend kompensiert. Anerkannte Experten warnen allerdings eindringlich vor zu großen Gruppengrößen im sensiblen Alter von ein bis drei Jahren.

Zusätzlich ist der Qualitätsverlust in diesem Entwurf noch mit Verschlechterungen für die Eltern verknüpft. Denn um in den Genuß der Förderung zu kommen, ist die Trägerorganisation verpflichtet, den Elternbeitrag auf öS 4 000,-- anzuheben. Wer diese Bedingung erfüllt, wird mit der erhöhten Förderung bedacht. Den Berechnungen des Landes liegen allerdings nur Öffnungszeiten von 8h - 15h30 zugrunde.

Bleibt noch zu erwähnen, dass in den Kindergruppen der NÖ VOLKSHILFE selbst- verständlich ausgebildete Kindergärtnerinnen beschäftigt werden - während das Land NÖ BetreuerInnen mit einer 90 -stündigen !! Grundausbildung vorsieht. Mit diesen Qualitätserfordernissen stellt unser Bundesland österreichweit das Schlusslicht dar.

Die NÖ VOLKSHILFE betreibt in guter Partnerschaft mit den Gemeinden dreißig Kinderhäuser und betreut täglich 600 Kinder. Die Verantwortung für diese Kinder zwingt uns dazu, auf diese Verschlechterung der Bedingungen hinzuweisen.

Niederösterreich hat die Betreuung in Kindergärten vorbildlich geregelt. Es ist unver-ständlich warum im Bereich der dringend benötigten Tagesbetreuungseinrichtungen aufgrund der unzureichenden Förderung durch das Land NÖ äußerst bedenkliche Qualitätsstandards und Verschlechterungen für die Eltern erfolgen sollen.

Gemeinsam mit dem Dachverband der Kindergruppen, anderen Betreibern und dem Land NÖ wurde nun eine Arbeitsgruppe vereinbart. Die NÖ VOLKSHILFE hofft im Interesse der Kinder und der Eltern eine Lösung zu erreichen, die leistbare Elternbeiträge, gute Betreuungsqualität, vernünftige Öffnungszeiten und eine faire, langfristige Finanzierung sicherstellt.

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