Utl.: Symposium am Samstag in Wien

Wien (OTS) - Ein Frühgeborenes mit einem Geburtsgewicht unter 1900 Gramm braucht nahezu immer eine (intensiv)-neonatologische Betreuung. Das hat neben vielen anderen auch einen gesundheitsökonomischen Aspekt: Alleine durch den stationären Aufenthalt entstehen pro Kind Kosten von durchschnittlich ATS 100 000,-. Dr. Herbert Kiss von der Wiener Univ.-Klinik für Frauenheilkunde wird beim Symposium "Infektionen in der Geburtshilfe und Gynäkologie" am Samstag (20. November) im Hotel de France vorrechnen, wieviel alleine im Bundesland Wien eingespart werden könnte: Die Geburtenstatistik des Jahres 1996 weist in Wien 449 kleine Frühgeborene auf. Durch Screeninguntersuchungen könnten 100 - 150 davon verhindert werden, was eine Einsparung von 10-15 Millionen Schilling bedeuten würde. Noch nicht eingerechnet sind die Folgekosten, die durch mögliche Langzeitschäden und die Notwendigkeit einer weiteren Betreuung auftreten.

Die Frühgeburtenrate beträgt in Österreich 9,4 Prozent (Stat. Zentralamt, 1996). Unter den Risikofaktoren wird Infektionen in letzter Zeit eine immer größere Bedeutung beigemessen. Zwischen Infektionen und vorzeitigen Wehen und/oder vorzeitigem Blasensprung besteht ein eindeutiger Zusammenhang. Sehr häufig ist der Keim Gardnerella vaginalis die Ursache dafür. Durch Screening und die Behandlung der bakteriellen Vaginose+ wird eine signifikante Reduktion der Frühgeburten erreicht.

Univ.-Doz. Dr. Klaus Reisenberger, Chef der Geburtshilfe am AKH Wels, führt die höhere Häufigkeit von Infektionen bei Städterinnen auf unterschiedliche Gewohnheiten hinsichtlich Lebensstil und Ernährung sowie Stressfaktoren zurück. Auffallend ist, daß auch Raucherinnen deutlich häufiger über Infektionen klagen.

Erste neue Substanzklasse seit 1962

Das Spektrum der geeigneten Antibiotika wird Univ.-Prof. DDr. Wolfgang Graninger beleuchten. Als Leiter der klinischen Abteilung für Infektionen und Chemotherapie an der Univ.-Klinik für Innere Medizin I des AKH Wien hat er einen umfassenden

Überblick über Stärken und Schwächen der derzeit verfügbaren Antibiotika. Die letzten Jahrzehnte waren durch eine Reihe von Weiterentwicklungen wichtiger Substanzklassen geprägt, jedoch kam seit 1962 (Einführung der Quinolone) kein gänzlich neues Therapieprinzip in die Hände der Ärzte. Große Erwartungen werden daher in die neue Gruppe der Oxazolidinone gesetzt, deren erster Vertreter Linezolid im nächsten Jahr eingeführt werden soll. Die Oxazolidinone werden auch bei Erwachsenen und bei Kindern zur (Spitals-)Behandlung von Lungenentzündung, Infektionen der Haut und der Weichteile sowie der Blutbahn eingesetzt werden. Sie wirken gegen Gram-positive Bakterien wie Staphylokokken, Streptokokken und Enterokokken - auch gegen solche, die gegenüber anderen Antibiotika resistent sind. Die Wirkungsweise beruht auf einem neuen Hemm-Mechanismus des Bakterienwachstums durch eine sehr frühe Unterbrechung der Eiweiß-Synthese.

Das Ärzte-Symposium "Infektionen in der Geburtshilfe und Gynäkologie" findet am Samstag, 20. November 1999, von 8.30 bis 12.30 im Hotel de France (1010 Wien, Schottenring 3) statt.

Kontaktperson für Journalistenrückfragen: Dkfm. Erika Ammer, Pharmacia & Upjohn, 0664/420 23 96 oder 01/680 50/322 DW

+ mit Clindamycin

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