Wildkarpfen im Nationalpark Donau-Auen

Steigende Nachfrage kann kaum erfüllt werden

St.Pölten (NLK) - Die Stammform des Karpfens - der Wildkarpfen -soll wieder im Nationalpark Donau-Auen heimisch werden. Die Österreichische Fischereigesellschaft förderte dieser Tage das Auswilderungsprogramm und ließ die gefährdeten Wildkarpfen frei. Jungkarpfen aus einer speziellen Nachzucht sollen die kaum noch vorhandenen Restbestände verstärken und damit zum Aufbau einer Population beitragen.

Die Stammform unserer Speisekarpfen zählen zu den gefährdetsten Fischarten unser Heimat. Im Laufe der Jahrhunderte hat nämlich der Mensch diesen wichtigen Speisefisch durch unzählige Zuchtlinien geformt. Angestrebt wurden dabei das rasche Wachstum und die einfachere Zubereitung durch weniger Schuppen. Diese Zuchtformen benötigen aber für die Fortpflanzung höhere Wassertemperaturen, als das im Donauraum möglich ist. Auch mit den Strömungsverhältnissen einer Aulandschaft kommt dieser Fisch nicht mehr zurecht. Daher soll nun die heimische Wildform wieder ausgebürgert und damit die Spiegelkarpfen und andere Zuchtlinien zurückgedrängt werden.

Jetzt freut sich Nationalpark-Direktor Mag. Carl Manzano, daß die Fischereipächter der Donauauen wieder verstärkt auf den Wildkarpfen zurückkommen. Das sei, so Manzano, ein wichtiger Beitrag zur naturverträglichen Fischerei.

Die freigelassenen Wildkarpfen sind keine "normalen" Zuchtfische, sondern entstammen einem speziellen Nachzucht-Programm, das für Auswilderungen an March und Donau aufgebaut wurde. Die Zuchttiere wurden dabei von einheimischen Fängen einzeln ausgewählt, um wirklich möglichst unverfälschte Wildkarpfen zu bekommen. Mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union konnte der Distelverein diesen wichtigen Schritt vor einigen Jahren erfolgreich umsetzen.

Der Trend zum Wildkarpfen ist jedenfalls unverkennbar. Die steigende Nachfrage kann kaum erfüllt werden. Der Wildkarpfen schmeckt nicht nur viel besser, sondern bietet auch noch eine viel ansprechendere Herausforderung beim Fischen. Zudem pflanzt sich diese Wildform besser fort und spart damit Besatzkosten.

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