Schulpolitik: Wiener ÖVP verlangt umfassende Reformen

Wien (ÖVP-Klub) "Alle Vorwürfe über "Manipulation und Proporz" bei den derzeit ausgeschriebenen Wiener Gymnasien, haben sich als falsch herausgestellt und haben sich nur in den zwanghaften Vorstellungen der Grünen ereignet", erklärte heute VP-Bildungssprecher LAbg. Walter STROBL. Nichts davon sei auch nur annähernd wahr. Das habe die Kollegiumssitzung des Wr. Stadtschulrates, am Dienstag, gezeigt.***

STROBL vermißt bei den Grünen "politischen Anstand". "GR Jerusalem von den Grünen, hat kein Wort der Entschuldigung gegenüber dem noch amtierenden Abteilungsleiter Mag. Wurm, gefunden." Das sei menschlich mies und ein schlechter politischer Stil, so STROBL.
Es zeige sich zum wiederholten Male, dass es den Grünen gar nicht um die Sache, sondern nur um Skandalisierung und um einen neurotischen Hang zur Aufdeckung gehe.

"Wichtig und richtig, wenn auch etwas verspätet, war hingegen die Klarstellung und das Eingeständnis von Fehlern durch Präsident Kurt Scholz." Auch der zwischenzeitlich zurückgetretene Abteilungsleiter Wurm habe Missverständnisse und Fehler zugegeben.
STROBL zeigte sich davon überzeugt, dass man dieses Problem auch anders hätte lösen können, als durch einen Rücktritt. Aus den Fehlern müsse man freilich nun lernen.
Die Wiener ÖVP bleibt bei ihrem Vorschlag, dass in Zukunft aus den zwei bis drei besten Bewerbern die Schule auswählen können soll, wer erstgereihter Kandidat werden soll.
Den Vorwurf, die Schule würde sich dann nur den bequemsten Kandidaten aussuchen, bezeichnete STROBL als "lächerlich". Durch das neu beschlossene professionelle Objektivierungsverfahren, das zusätzlich durch eine Managementberatungsfirma durchgeführt wird, gebe es eine hohe Garantie, dass nur die besten Kandidaten durchkommen. "Einer, der nur nett ist, hat keine Chance. Der Beschluss des Dreiervorschlages muss natürlich beim Kollegium bleiben. Das verlangt die Bundesverfassung so."

STROBL will sich für diese Idee um eine politische Mehrheit im Kollegium bemühen.
"Wir müssen und werden auch den letzten Geruch, dass es in dieser Frage irgendeinen Proporz gäbe, wegbringen." Nur dann werde endlich wieder Ruhe in die Bestellung von Direktoren einkehren. "Auch die Form der Ausschreibung muss reformiert werden. Sie muss allgemein bleiben, darf nur Bezug nehmen auf das allgemeine Leiterprofil, das vom Kollegium beschlossen wurde und auf das von den Schulpartnern und dem Stadtschulrat gemeinsam erstellte Schulprofil."

Die Wiener ÖVP will darüber hinaus eine Reform des Kollegiums und eine Aufwertung der Schulpartner in Richtung Aufsichtsratsfunktion für die einzelne Schule.
"Wir brauchen staatliche Qualitätsgarantien aber gleichzeitig mehr Deregulierung und Dezentralisierung", meinte der VP-Politiker. Die ÖVP werde schon bald ein entsprechendes Konzept vorlegen.***

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