Die Dienste der Zukunft: Electronic Banking, Internet und Verkehrstelematik

Mobilkommunikation wird zur zentralen Plattform für e-commerce

Wien (OTS) - Elektronische Zahlungssysteme, Internetdienste und Verkehrstelematik sind die vielversprechendsten neuen Anwendungen der mobilen Datenkommunikation. Dies ging aus der vom WIFO und der Akademie der Wissenschaften im Auftrag der mobilkom austria durchgeführten Delphi-Studie zur "Zukunft der mobilen Kommunikation" hervor. Insgesamt waren dafür 85 Experten aus aller Welt befragt worden. In den genannten Bereichen erwarten die Befragten sogar bereits im Jahr 2002 auf der Basis von GPRS ein mittleres bis großes Marktvolumen. Von der dritten Mobilfunkgeneration UMTS versprechen sich die Fachleute positive Auswirkungen auf Unternehmen, weisen aber auch auf Einführungshindernisse hin. Darüber hinaus machen das UMTS Forum und andere renommierte Beratungsunternehmen auch auf Unsicherheiten und Risiken für Investoren aufmerksam.

In der mobilen Kommunikation der Zukunft wird die Verknüpfung von Internet und Handy eine besonders wichtige Rolle spielen. Das Handy wird zum persönlichen Assistenten und somit auch zum Informationstool für verschiedenste Lebenslagen. Multimediale Informationsdienste werden so immer mehr an Bedeutung gewinnen. Für diesen Bereich sowie für die Bereiche elektronische Zahlungssysteme / Banking / Zertifizierungsdienste und Verkehrstelematik gehen die Experten in Zukunft von einem mittleren bis großen Marktvolumen aus. Ein geringes bis mittleres Marktvolumen wird auch vom Bereich Non-human Communications (automatisierte Kommunikation: Maschine zu Maschine) erwartet.

Von der dritten Mobilfunkgeneration UMTS erwarten sich die Experten einen positiven Einfluss auf Unternehmen. Rund 76 % der Befragten gehen davon aus, dass UMTS - dank der höheren Kapazität sowie verbesserter Qualität und Funktionalität - zur stärkeren geschäftlichen Nutzung multimedialer Kommunikationsformen beitragen wird. So könnte etwa bei Videotelefonie und Videoconferencing -entgegen bisherigen Erfahrungen im Festnetz - ein Durchbruch erzielt werden.

Besonders großen Zusatznutzen erwarten rund 60 % der Experten von neuen Dienstleistungen, die erst auf Basis von UMTS realisierbar sind. Neue Anwendungen wie Gebäudeansichten für Immobilienbüros, Tourismusinformationen für Reisende oder Übertragung von Bildinformation vom Konstruktionsbüro zur Baustelle könnten die Nutzung in speziellen Berufssparten zunehmen lassen.

Neben den zahlreichen Möglichkeiten, die der 3. Mobilfunkstandard bietet, weisen die Experten auch auf die möglichen Einführungshindernisse hin. Als besonders kritisch werden die technische Integration, die Kosten der Einführung und eine zu geringe Nutzerzahl angesehen. Berechnungen des UMTS-Business Case zeigen außerdem, dass mit Investitionen in UMTS aufgrund von Unsicherheiten bei der Marktentwicklung und dem regulatorischen Umfeld ein hohes Risiko gegeben ist. "Eine der Aufgaben der mobilkom austria ist es, rechtzeitig Chancen und Risiken für Unternehmen und Wirtschaft aufzuzeigen, um die richtigen Weichenstellungen für diese Zukunftstechnologie vornehmen zu können", so mobilkom-Generaldirektor Heinz Sundt.

Was das Diensteangebot betrifft, so erwarten sich die Experten einen Wettbewerbsvorteil für Mobilfunkunternehmer gegenüber neuen, reinen Diensteanbietern. Wesentliche Markteintrittsbarrieren bestehen ihrer Meinung nach jedoch nicht.

Grundlegend verändern werden sich nach Einschätzung der Experten die Preissetzungsstrategien der Anbieter. Die Datendienste wird man in Zukunft nicht unspezifisch anbieten können, sind sie überzeugt. Vielmehr müssen verschiedene Serviceklassen eingeführt werden. Die Experten empfehlen, auf breiter Basis möglichst einfache Tarifsysteme zu schaffen, anhand derer sich die Benutzer selbst ihren massgeschneiderten Tarif inklusive Dienste konfigurieren können.

Einig sind sich die Experten auch bezüglich der sozialen Auswirkungen der mobilen Kommunikation. Negative und positive Konsequenzen sind ihrer Meinung nach eher ausgewogen. Demzufolge entscheidet der individuelle Umgang mit den Möglichkeiten der mobilen Kommunikation, ob die positiven oder negativen Konsequenzen überwiegen. Um den Erfolg der neuen Technologie für Diensteanbieter zu garantieren und den Konsumenten ausreichend Schutz zu bieten, fordern die Experten vor allem einen verstärkten Daten- und Konsumentenschutz.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

mobilkom austria AG
Ing. Martin Bredl, Unternehmenssprecher,
Tel: (1) 331 61-27 00

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NMO/OTS