Sichrovsky: "Kollektiv der Staatskünstler fürchtet um Privilegien"

Protest einiger Kunstschaffender gegen FPÖ-Leitung des Kulturausschusses zeigt unheilsame politisch-ökonomische Abhängigkeiten der heimischen Künstler und Intellektuellen

Wien, 1999-11-17 (fpd) - Der Versuch von Seiten einiger Künstler und Intellektuellen, Druck auf die Besetzung der Leiterposition des Kulturausschusses auszuüben, spreche für die lange Tradition der unheilsamen Alianz zwischen Politik und Kultur in Österreich, erklärte heute der freiheitliche EU-Abgeordnete Mag. Peter Sichrovsky. ****

Die parlamentarischen Vertreter von mehr als einem Viertel der Wähler als "kulturlos" und als "Kunstfeinde" zu diffamieren, zeige das absurd elitäre Gehabe sogenannter Künstler, die ihr Kunstschaffen zum großen Teil der Unterstützung der Steuergelder verdanken können. Wenn nun Herr Menasse aus Amsterdam versuche, einen Protest gegen die FPÖ-Leitung des Kultur-Ausschusses zu organisieren, so sei der Herr vielleicht daran zu erinnern, daß die FPÖ-Wähler zu 27 Prozent mit ihren Steuerzahlungen seinen Aufenthalt dort finanzieren. Vielleicht habe Herr Menasse auch die Möglichkeit, in einem liberalen Land wie Holland, die politische Unabhängigkeit der Kunstszene zu studieren, um diese Erfahrungen in seine Heimat zurückzubringen, meinte Sichrovsky.

"Es wäre ein leichtes Vorhaben" sagte Sichrovsky weiters, "vor allem von Seiten der im Ausland lebenden österreichischen Künstler, gegen jeden Abgeordneten, der für die Leitung des Kulturausschusses nominiert wird, einen Protest zu organisieren - ganz gleichgültig von welcher Partei dieser Abgeordnete kommt. Aber die im Ausland lebenden österreichischen Künstler hängen nicht so am Subventionstropf wie die heimischen Kollegen und lehnen eine direkte Einflußnahme der Politik auf die Kultur, wie sie in Österreich üblich ist, ohnehin ab", meinte der EU- Abgeordnete abschließend. (Schluß)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 40 110 / 5620

Freiheitliches Pressereferat

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFC/NFC