Mistelgrüße aus der Lobau für lachende Gesichter

Wiens Förster helfen Clini Clowns

Wien, (OTS) Mistelsträuße- und büsche sowie Barbarazweige (um St. Barbara am 4.12.) verkaufen MitarbeiterInnen des Forstamts der Stadt Wien auch heuer wieder auf den Wiener Christkindlmärkten auf dem Rathausplatz und am Spittelberg für einen wohltätigen Zweck. Diesmal wird das mit der Mistelbusch - Aktion eingenommene Geld
den CliniClowns" - Verein zur Förderung der Betreuung und Therapie kranker Menschen, zur Verfügung gestellt.

Über 2.500 Mistelgrüße in unterschiedlichen Größen haben Mitarbeiter der Forstverwaltung Lobau zusammengestellt, um diese
ab sofort bis zum 23.11.1999 täglich von 9 bis 20 Uhr auf dem Wiener Christkindlmarkt am Rathausplatz zum Verkauf anzubieten. Am Christkindlmarkt am Spittelberg sind am Stand Nr. 82 des
Forstamtes der Stadt Wien die Mistelgrüße für den guten Zweck ab 20. November bis 23. Dezember 1999 zu bekommen und zwar Montag bis Freitag von 14 bis 20 Uhr, Samstag, Sonn- und Feiertag von 10 bis
20 Uhr. Gebundene Sträuße kosten zwischen dreißig und achtzig Schilling, ganze Büsche kosten zwischen hundert und dreihundert Schilling, Barbarazweige sind ab 15 Schilling zuhaben.

"CliniClowns" Lachen macht gesund

Die CliniClowns bekommen heuer die Einnahmen aus dem Mistelverkauf des Forstamtes der Stadt Wien, damit sie verstärkt einer Gruppe von Patienten/Innen helfen können ihren Aufenthalt im Krankenhaus zu meistern, die dies besonders brauchen: den Kindern. Angst ist das schlimmste Gefühl der Kinder im Krankenhaus, Angst vor der Operation, vor den Schmerzen, vor dem Alleinsein. Dieser Zustand der Anspannung erschwert auch den Heilungsprozess. Ziel
der von den CliniClowns praktizierten Lachtherapie ist es, das
Kind durch Lachen zu entspannen und die Genesung zu fördern. "Lachen als Therapie" wird seit Jahren in Amerika mit Erfolg praktiziert. 1991 wurde der gemeinnützige Verein CliniClowns in Wien unter dem Ehrenschutz von Altbürgermeister Dr. Helmut Zilk
und auf Initiative der Kardiologin Dr. Susanne Rödler gegründet. Im September 1991 wurden im AKH - Wien in der Kinderdialysestation die ersten Clownvisiten in Europa durchgeführt. Die CliniClowns sind die ersten Spitalclowns in Österreich. Heute werden in Wien, Niederösterreich, Oberösterreich und Vorarlberg schwerstkranke Kinder und Erwachsene kontinuierlich von den CliniClowns besucht. Der Verein ist gemeinnützig und die Mitglieder des Vorstandes arbeiten ehrenamtlich. Die erforderlichen finanziellen Mittel
werden durch Mitgliedsbeiträge, Benefizveranstaltungen, Subventionen und Spenden aufgebracht.

Die CliniClowns sind keine gewöhnlichen Spaßmacher, sondern speziell geschulte Personen vorwiegend aus dem sozialmedizinischen Bereich (Sozialarbeiter, Musiktherapeuten, Physiotherapeuten, Künstler, Volksschullehrer) Ein langwieriges Aufnahmeverfahren, laufende Weiterbildung und die enge Zusammenarbeit zwischen Cliniclown-Bewerbern und aktiven Clowns haben das Ziel nur die geeignetsten Personen für die Arbeit auszuwählen und einzusetzen. Die wöchentliche Clownvisite wird von einem Clownduo absolviert, meist ein weiblicher und ein männlicher Clown. Vor der CliniClown-Visite erhalten die CliniClowns vom zuständigen Arzt und dem Pflegepersonal die wichtigsten Informationen über einen Patienten (z.B. ob er besondere Schmerzen hat oder schon lange keinen Besuch mehr hatte) In besonderen Fällen werden die CliniClowns in das Therapieprogramm der Patienten eingebunden.

Misteln - ein sagenumwobener Weihnachtsschmuck

Dass die Mistel zauberhafte Wirkungen hervorrufen und
ungeahnte Kräfte verleihen würden , sagen viele alte Überlieferungen und Legenden aus dem Volksmund. Tatsächlich ist die Mistel eine Arzneipflanze, die auch heute noch beispielsweise
in der Homöopathie oder als Misteltee zur Blutdrucksenkung Verwendung findet.

Bereits die Kelten verehrten diese Pflanze als dämonenabwehrendes Gewächs als göttlich, von der Niedrigkeit des Irdischen unberührt. Die Sagenumwobenheit der Mistel hängt mit ihrem sonderbaren Lebenslauf zusammen. Sie gehört zur Familie der Parasiten, die nur auf Bäumen und nicht auf der Erde Wurzeln schlagen - vielleicht interpretierte man daraus das Überirdische-und mit dem Boden nicht in Berührung kommende. Die Mistel ist kein hundertprozentiger Parasit, da sie grüne Blätter hat und somit mit Hilfe von Sonnenlicht Fotosynthese betreibt. Sie zählt zu den Halbparasiten und entnimmt dem Baum nur Wasser und Mineralstoffe. Dabei dringt sie mit ihren Wurzeln tief unter die Rinde der Baumäste ein, verästelt ihre gegliederten Stängel gabelig und trägt an den Enden zwei gegenüberstehende Blätter. In den letzten Gabeln befinden sich die Blüten aus denen fleischige Früchte hervorgehen, die interessanterweise mehrere Keimlinge enthalten.
Die Verbreitung der Pflanze erfolgt durch die Misteldrossel,
welche Beeren verschluckt und die Kerne mit ihrem Mist, daher -
der Name "Mistel" - auf den Bäumen hinterlässt. Werden die unverdauten Keimlinge von den Drosseln ausgeschieden, ragen schon kleine Keimwurzeln heraus, die sofort in allen Richtungen danach suchen in die Rinde eindringen zu können. Gelingt es der Mistel, sich sofort in den Baum zu bohren, ist die Vermehrung gesichert. (Schluss) ma

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