Gewerbeverein: Mazal - wirklich ein Sozialversicherungsexperte?

Wien (OTS) - Erstaunen löst die Meinung von Uni-Wien Prof.
Wolfgang Mazal aus, wenn er erklärt, die Zusammenlegung unserer mehrerer Dutzend Sozialversicherungen brächte keinen Einsparungseffekt. Man fragt sich, wie verantwortungslos müssen Konzerne arbeiten, wenn permanent Fusionen stattfinden? "Economies of large scale" scheint Wirtschaftsprofessor Mazal in der Tat ein Fremdwort zu sein. Fest steht, dass die Sozialversicherungsträger in der Vergangenheit Studien in Auftrag gaben, die ihre Mini-Bollwerke verteidigten, damit der Proporz und damit die Postenvergabe nach parteipolitischer Beliebigkeit bis zur Unendlichkeit fortgesetzt werden könnte. Zwischenzeitlich kann sich sogar die Sozialministerin eine Zusammenlegung vorstellen - offensichtlich stimuliert ihr drohender Arbeitsplatzverlust - sie wird schon nicht ins existenzielle Nichts fallen - nunmehr bei ihr die längst erforderliche Kreativität. Bei Mazal ist nicht einmal jenes Maß an Kreativität vorzufinden. Aus deutschen Beispielen weiß man, dass kleine Sozialversicherungen dann Sinn machen, wenn sie zueinander im Wettbewerb stehen. Wenn Mazal nun meint, das wäre nicht sinnvoll -"es wäre besser, wenn die jeweiligen Träger der SV ein zweites Angebot liefern würden" - klingt dies sonderbar. Der Vorschlag hat ungefähr soviel Charme an sich, als ob ein und dieselbe sowjetische Automobilfabrik seinerzeit zwei verschiedene Automodelle angeboten hätte. Sie wären so gestaltet gewesen, dass keinerlei Wettbewerb stattgefunden hätte. Bei soviel Verbeugung vor dem Ist-Zustand und sowenig Mut zum Change Management drängt sich fast die Frage auf, inwieweit Herr Mazal den Sozialversicherern und ihren leitenden Damen und Herren verbunden ist. Der Österreichische Gewerbeverein (ÖGV) jedenfalls drängt, dass in das nächste Koalitionsabkommen entweder der freie und echte Wettbewerb der Sozialversicherer oder die vollkommene Zusammenlegung der Sozialversicherungsanstalten unter Aufbau einer kundenorientierten Organisation zwingend aufgenommen wird.

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