Regeln für Anwendung von Medikamenten bei älteren Menschen

1000 Apotheker besuchten Tagung zum Thema "Geriatrie" - AUDIO

Wien (OTS) - Mit den wichtigsten Erkrankungen des alten Menschen
und deren Behandlung beschäftigte sich vergangenes Wochenende die Zentrale Fortbildungsveranstaltung der Österreichischen Apothekerkammer. Rund 1000 Apothekerinnen und Apotheker informierten sich am Samstag und Sonntag über die neuesten Erkenntnisse zu Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer, Schlaganfall, Vaskuläre Demenz und Harninkontinenz. Wichtige Inhalte waren auch die neuesten Medikamente und Interaktionen von Medikamenten in der Geriatrie. Aus diesem Anlaß erinnert die Vizepräsidentin der Apothekerkammer, Dr. Christiane Körner, an die wichtigsten Regeln, die für ältere Menschen bei der Anwendung von Medikamenten zu beachten sind.

- Dosierung. Für ältere Menschen sind Medikamente niedriger zu dosieren als für jüngere Erwachsene. Am Anfang einer medikamentösen Therapie sollte mit 50 % der üblichen Dosis für Erwachsene begonnen werden.

- Halbwertszeit: Bei älteren Menschen haben Medikamente eine längere Halbwertszeit, d.h. sie wirken länger, was auch für die unerwünschten Wirkungen gilt. Daher sollte für akute Anlässe Medikamenten mit kurzer Halbwertszeit der Vorzug gegeben werden.

- Nierenfunktion: Da mit dem Alter die Nierenfunktion abnimmt, sollte die Dosis von Medikamenten, die meist über die Nieren ausgeschieden werden, reduziert werden.

- Wechselwirkungen: Da ältere Menschen oft eine Vielzahl verschiedener Medikamente einnehmen müssen, sind diese auf ihre Wechselwirkungen zu überprüfen.

- Einnahmehilfen: Wegen der oftmals großen Anzahl an Medikamenten die über den Tag verteilt eingenommen werden müssen, empfiehlt sich die Verwendung von sogenannten "Dosetten". Damit kann ein täglicher oder wöchentlicher Einnahmeplan, womöglich mit Hilfe von Verwandten eingehalten werden.

(siehe auch APA/AOM - OTS-AUDIO)

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