FORMAT-Umfrage: Österreicher wollen nach Weihnachten neue Regierung

SPÖ verliert weiter Wähler ? Sonntagsfrage: SP 31%, FP 28%, VP 28%, Grüne 9% LIF 3%.

Wien (OTS) - 69 Prozent der Österreicher erwarten von SPÖ, ÖVP und FPÖ, daß bis Anfang des nächsten Jahres eine neue Regierung zustande kommt. Das ergab eine Umfrage des Sozialforschungsinstituts OGM, die das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe veröffentlicht. Auf die Frage "Wie lange sollte man den Parteien noch Zeit geben", antworten 45 Prozent mit "bis Weihnachten" und 24 Prozent mit "bis nächstes Jahr". Schon jetzt glauben 55 Prozent der Befragten, daß länger andauernde Regierungsverhandlungen dem Land Nachteile bringen. Die Überwindung der politischen Pattsituation erwarten sich die Österreicher überwiegend von der ÖVP:
63 Prozent der Gesamtbevölkerung wünscht, daß die ÖVP von ihrer Oppositionslinie abgeht und in eine Regierung eintritt. Dieser Wunsch ist unter den Anhängern von SPÖ und ÖVP am stärksten ausgeprägt: 82 Prozent der deklarierten Rot-Wähler und 62 Prozent der schwarzen Anhänger hoffen auf eine Regierungsbeteiligung der ÖVP. Auch auf die Frage "Was glauben Sie, wird die ÖVP tatsächlich tun?" tippt eine Mehrheit darauf, daß Wolfgang Schüssel seine Partei doch noch in eine Regierung führt: 58 Prozent der Gesamtbevölkerung, 56 Prozent der SPÖ-Wähler und 49 Prozent der ÖVP-Wähler rechnen nicht damit, daß die ÖVP den angekündigten Gang in die Opposition wahr macht.

Nur mehr 31 Prozent für die SPÖ Die erfolglose Rolle bei den Sondierungsgesprächen und die schweren parteiinternen Grabenkämpfe haben der SPÖ nachhaltig geschadet. Nur mehr 31 Prozent der Wähler würden Viktor Klimas Partei ihre Stimme geben, wenn am nächsten Sonntag Wahlen wären. Bei der Nationalratswahl waren es noch 33,15 Prozent. Dagegen haben alle anderen Parteien zugelegt: FPÖ und ÖVP liegen gleichauf bei 28 Prozent (Nationalratswahl: gleichauf mit 26,91 Prozent), die Grünen bei 9 Prozent (Nationalratswahl: 7,4 Prozent). Das LIF käme zwischen 3 und 4 Prozent zu liegen (Nationalratswahl: 3,65 Prozent), konnte also trotz seines Abtretens von der politischen Bühne die Anhängerschaft weitgehend halten und hätte im Fall von Neuwahlen durchaus eine kleine Chance, wieder ins Parlament zurückzukehren.

Rückfrage: FORMAT Chefredaktion 0664 / 182 74 91

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