Ttl.: Edlinger: Scharfe Kritik an Sallmutter

Häupl für Tabubruch: Auch Nicht-Gewerkschafter könnte Sozialminister sein

Wien (OTS) - Scharfe Kritik an GPA-Chef Hans Sallmutter übt Finanzminister Rudolf Edlinger im Interview mit dem am Montag erscheinenden Nachrichtenmagazin FORMAT. Er sei froh, sagte Edlinger, "daß Sallmutter nicht im Parteipräsidium sitzt." Sallmutter hatte SPÖ-Bundesgeschäftsführer Andreas Rudas zum Rücktritt aufgefordert, nachdem dieser für eine weitere Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten eingetreten war. Edlinger: "Ich mag solche Grußadressen nicht."Er glaube nicht, so der Finanzminister, "daß einen Gewerkschafter beeindrucken würde, wenn ein durchaus wichtiger SPÖ-Funktionär seinen Rücktritt verlangt. Und daher beeindruckt mich der Herr Sallmutter auch überhaupt nicht." Der Wiener Bürgermeister Michael Häupl schlug im Gespräch mit FORMAT eine radikale Neu-Einteilung der Ressorts in einer künftigen Regierung vor. Einzelne Themenbereiche sollten so zwischen den Ministerien aufgeteilt werden, daß es keine Überschneidungen und Doppelzuständigkeiten mehr gibt. Häupl bricht dabei ein weiteres Tabu: Der bisherige Automatismus, daß nur hochrangige Gewerkschaftsfunktionäre zu Sozialministern ernannt werden, müsse beendet werden. Häupl: "Mir ist wurscht, wo der Sozialminister herkommt. Die fachliche und politische Kompetenz ist ausschlaggebend." Freilich dürfe die Mitgliedschaft in der Gewerkschaft auch kein Ausschließungsgrund für einen Ministerposten sein.

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