ÖGB-Csörgits: Mit Zivilcourage gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit

Solidarität beste Antwort auf Globalisierung

Wien (ÖGB).ÖGB-Vizepräsidentin Renate Csörgits betonte heute bei der Anti-Rassismus-Demo: ”Diese Veranstaltung ist ein gesellschaftliches, überparteiliches Signal gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit. Ein Signal für Humanität, Fairness und Menschlichkeit.” Als Gewerkschafterin sei ihr vor allem die Realisierung des passiven Wahlrechtes für alle ArbeitnehmerInnen auf Betriebsebene ein Anliegen. ++++

Gerade in einer Zeit der Ellbogengesellschaft seien für die Gewerkschaftsbewegung Solidarität, soziale Sicherheit, und eine menschenwürdige Politik die Basis jeder Arbeit. Solidarität sei jedoch ein Begriff der mit Leben erfüllt werden muss: Mehr Miteinander zwischen jungen und alten Menschen, zwischen In- und Ausländern zwischen Frauen und Männern, zwischen Erwerbstätigen und Erwerbslosen werde in Zukunft stärker als bisher gefragt.

Aus gewerkschaftlicher Sicht sei das passive Wahlrecht für ausländische ArbeitnehmerInnen rasch zu realisieren, so Csörgits. Die ÖGB-Vizepräsidentin sprach sich entschieden gegen eine Politik der Menschenverachtung und der Respektlosigkeit gegenüber ausländischen MitbürgerInnen und MigrantInnen aus.

Wie wichtig der Einsatz für Menschen sei, beweise sich auch auf internationaler Ebene immer öfter: Solidarität hat Erfolg, auch wenn die Bemühungen oft länger dauern. Die Zusammenarbeit des ÖGB und seiner Gewerkschaften mit anderen Organisationen auf nationaler und internationaler Ebene ist auch in Zukunft notwendig, um verfolgten, diskriminierten und ausgegrenzten Menschen ein menschenwürdiges Leben durch den Ausbau von Menschen- und Gewerkschaftsrechten zu ermöglichen. Dieses Miteinander ist auch die beste Antwort auf die negativen Auswirkungen der Globalisierung.

Csörgits abschließend: ”Österreich hat noch immer einen hohen Standard an sozialer Sicherheit - der auch gesichert werden muss -und ist eines der wohlhabendsten Länder der Welt, trotzdem wird der Zusammenhalt zwischen den Menschen immer weniger, Rassismus und Diskriminierung nehmen zu. Zivilcourage ist notwendig, wenn wir Ausgrenzung, Ausländerfeindlichkeit und Antisemitismus entgegentreten wollen.” (bfm)

ÖGB, 12. November 1999 Nr. 550

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Birgit Flenreiss-Mäder
Tel. 0664/35 66 403

ÖGB Presse und Öffentlichkeitsarbeit

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB/NGB