Korrektur von OTS 0150 In OTS 0150 ist im Titel irrtümlich "Rußland" statt "Litauen" genannt. Die korrigierte Meldung hat daher zu lauten:

Ferrero-Waldner fordert von Litauen in Helsinki Bekanntgabe der Schließungsdaten für Ignalina=

(Wien-OTS) Die Aussenminister Konferenz zur nördlichen Dimension fand gestern und heute in Helsinki statt. Die Nördliche Dimension ist ein Konzept für verstärkte grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Norden Europas namentlich in den Bereichen Energie, Umwelt, Verkehr, Soziales sowie gemeinsame Bekämpfung der Kriminalität.

Diese von Finnland vor 2 Jahren gestartete Initiative umfaßt neben allen EU-Mitgliedsstaaten auch die Beitrittskandidaten
Polen, Litauen, Lettland und Estland, die Nordseeanrainer Island
und Norwegen sowie als Hauptpartner Russland.

Russlands Aussenminister Igor Iwanow nützte seinen Auftritt auf dieser Konferenz um auf das gigantische Potential des Norden Russlands hinzuweisen und regte intensive Kooperationen am Energiesektor, vor allem im Gasbereich an. Mit offensichtlicher Blickrichtung auf die pro-Tschetschenischen Demonstranten vor dem Konferenzgebäude betonte Russlands Chefdiplomat die Beachtung der Menschenrechte durch sein Land.

Österreichs Verterterin bei dieser Konferenz, Staatssekretärin Dr. Benita Ferrero-Waldner betonte das österreichische Interesse
an der langfristigen Nutzung der Energieressourcen des nördlichen Russlands und begrüßte von der Europäischen Kommission bereits initiierte Studien über die Perspektiven verstärkter Gasexporte aus Russlands Norden nach Westeuropa. Ein weiteres Kernthema gesamteuropäischer Dimension ist die atomare Sicherheit und der fachgemäße und sorgfältige Umgang mit Nuklearabfällen. Ferrero-Waldner begrüßte den von Litauen vorgelegten Schließungsplan für das Kernkraftwerk Ignalina, forderte aber gleichzeitig, die bekanntgegebenen Schließungsdaten vorzuverlegen.

Ein regionaler Schwerpunkt der nördlichen Dimension ist die russische Enklave im Baltikum, Kaliningrad (Königsberg). Im Hinblick auf den sich beschleunigenden Beitrittsprozess Polens und der drei baltischen
Staaten ist das Verhältnis der Europäischen Union zu diesem Territorium neu zu gestalten. Ferrero-Waldner begrüßte diesen Ansatz als ein Zeichen des vom Pragmatismus getragenen Ansatzes
der Union, der Beitrittskandidaten aus dem Baltikum und Rußlands (Schluß)

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