AK-Präsident Dinkhauser zur Ladenöffnungsdebatte: "Rund um die Uhr arbeiten sollten jene, die für das Zustandekommen einer funktionierenden Regierung verantwortlich sind!"

Innsbruck (OTS) - "Rund um die Uhr arbeiten sollten lieber jene,
die für das Zustandekommen einer funktionierenden Regierung verantwortlich sind und nicht die Handelsangestellten", ärgert sich der Tiroler Arbeiterkammerpräsident Fritz Dinkhauser über die völlig unmotivierten Vorstöße von ÖVP und SPÖ bei der Ladenöffnung. Vehement protestiert Dinkhauser dabei vor allem gegen die Aussagen des Bundesparteiobmannes der ÖVP Wolfgang Schüssel, die Ladenöffnungen unter der Woche generell freizugeben. "Warum hat eine christlich-soziale Partei derartige Vorstöße nötig und erhält dabei noch Assistenz von einer sozialdemokratischen Partei? Die jetzige Ladenöffnungsregelung ist vollkommen ausreichend. Jedes Geschäft kann bereits jetzt wochentags bis 19.30 Uhr offenhalten und jeden Samstag bis 17 Uhr."

Der AK-Präsident: "Ich finde diese Diskussion und diesen Pseudo-Reformeifer auch deshalb so erbärmlich, weil sie neuerlich auf dem Rücken der Handelsangestellten, die ohnedies zu den niedrigst bezahlten Berufsgruppen gehören. Eine Berufsgruppe mit dem höchsten Frauenanteil und eine Gruppe, die in den letzten Jahren die höchste Arbeitszeitausweitungen erfahren hat. Wer redet in diesem Zusammenhang von der Abendöffnung der Behörden und der Ämter, damit die Berufstätigen nach der Arbeit noch in Ruhe ihre Wege erledigen können?"

Mit dieser Vorgangsweise wird wieder nur den Großkonzeren die Mauer gemacht und den Klein- und Mitttelbetrieben weiter das Wasser abgegraben. An SPÖ und ÖVP appelliert Dinkhauser: "Reformiert Euch lieber selbst, aber nicht die gewachsene Lebensordnung der Gesellschaft. Zerschlagt nicht die letzten Ordnungen und Werte. Wann lernen die beiden Parteien endlich aus den Wahlniederlagen, daß man nicht Politik gegen die Menschen machen kann. Der jetzt an den Tag gelegte Reformeifer ist eine reine Augenauswischerei und geht voll zu Lasten der Betroffen. Das ist die schlechteste Art, sich reformpolitisch zeigen zu wollen, so Dinkhauser.

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