E-Wirtschaft: Plus 1,6 Prozent Ist-Lohn- und Gehaltserhöhung

Gewerkschaften setzen Maßnahmen zur Sicherung der Beschäftigung durch

Wien (Gewerkschaft Metall-Bergbau-Energie, GPA-Sektion Industrie und Gewerbe/ÖGB). Die Verhandlungen von Metallergewerkschaft und GPA, Sektion Industrie und Gewerbe mit Arbeitgebervertretern der E-Wirtschaft über Lohn- und Gehaltserhöhungen für die Beschäftigten kamen in der Nacht von 11. auf 12. November zu einem Abschluss.++++

Die Mindest-Gehälter bzw. -löhne steigen um 1,6 bis 2,3 Prozent, die Ist-Gehälter bzw. -löhne steigen um 1,6 Prozent. Der Kollektivvertrag gilt rückwirkend mit 1. November 1999. Die Zulagen werden im Schnitt um 1,5 Prozent erhöht, die Aufwandsentschädigungen steigen um durchschnittlich 2,2 Prozent. Das Bildungsgeld für das Kalenderjahr 2000 beträgt 2.000 S.

In den Bereichen Monatslohn und neue Entlohnungsformen wurden Regelungen getroffen, die denen in der Metallindustrie entsprechen. Demnach wird der Monatslohn entsprechend den Regelungen des Metallindustrie-Kollektivvertrages für die Arbeiter in den EVU-KV eingearbeitet. Die Kollektivvertragspartner haben auch vereinbart, gemeinsame Gespräche über zeitgemäße Entlohnungsformen unmittelbar nach Abschluss der diesbezüglichen Gespräche bei der Industrie (Eisen-Metall-Sektor) aufzunehmen.

Maßnahmen zur Sicherung der Beschäftigung

Mittels Betriebsvereinbarungen können die Ist-Gehälter und -Löhne um mindestens 1,1 Prozent erhöht werden, zusätzlich müssen ein Prozent der betrieblichen Gehalts- bzw. Lohnsumme für beschäftigungssichernde Maßnahmen verwendet werden. Diese Maßnahmen sind laut Kollektivvertrag die Herabsetzung der wöchentlichen Arbeitszeit mit teilweisem bzw. gänzlichem Lohnausgleich, Bildungsmaßnahmen wie zum Beispiel die Finanzierung stiftungsähnlicher Bildungsmaßnahmen aus der Optionssumme und Entgeltsicherung bei organisatorischen Veränderungen in den Unternehmungen.
Die Option zur Beschäftigungssicherung muss eine Laufzeit von mindestens drei Jahren aufweisen.
Die KV-Partner stimmen darin überein, dass durch die Inanspruchnahme der Option zur Beschäftigungssicherung erreicht werden soll, dass keinerlei betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen werden.

ÖGB, 12. November 1999 Nr. 549

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