Kronberger: Die Katze ist aus dem Sack: Beschlossener Anti-Atom-Aktionsplan hinfällig

Schließungsdatum für hochexplosive Ost-AKW´s besser vorgestern als heute

Wien, 1999-11-12 (fpd) - "Wir brauchen jetzt ein Schließungsdatum für hochexplosive Ost-AKW´s, alles andere ist reine Augenauswischerei", sagte EU-Abgeordneter und Umweltexperte Hans Kronberger. Anlaß ist die jüngste Aussage Swobodas, der meine, eine Zusage für ein konkretes Schließungsdatum für AKW´s, die nicht mehr nachgerüstet werden können, wäre jetzt noch nicht notwendig. "Damit ist die Katze aus dem Sack, die Bundesregierung zeigt keine Absichten den im Juni beschlossenen Anti-Atom-Aktionsplan umzusetzen", so Hans Kronberger. ****

Nur 60 km von Wien befindet sich einer der gefährlichsten Atomkraft-Reaktoren der Welt. Der slowakische Schrott-Reaktor Bohunice besitzt keinen Stahlschutzmantel, hat einen spröden Reaktordruckbehälter und befindet sich auf einem erdbebenunsicheren Gebiet. Kurz: Der Reaktor gilt als mindestens genauso gefährlich wie das Todes-Kraftwerk Tschernobyl. "Wir brauchen ein konkretes Schließungsdatum besser vorgestern als heute. Es ist wohl jedermann klar, daß nach Beginn der Beitrittsverhandlungen, die große Atom-Ausstiegschance, die wir jetzt haben, vergeben ist. Der Verzicht auf die Forderung eines konkreten Schließungsdatums kommt einem Verrat an der Anti-Atombewegung gleich. Ich fordere die Regierung eindringlichst auf, die Regierungsbeschlüsse vom Juni einzuhalten", schloß Kronberger. (Schluß)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 40 110 / 5620

Freiheitliches Pressereferat

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFC/NFC