Baugewerkschaft: Brauchen funktionsfähige Regierung im Kampf gegen die Winterarbeitslosigkeit

Politik für Menschen wichtiger denn je

Wien (GBH/ÖGB). "Österreich und die Bau- und Holzwirtschaft braucht Stabilität durch eine funktionsfähige Regierung mit internationaler Reputation. Jetzt ist es vorrangig so rasch wie möglich, zu einer trag- und entscheidungsfähigen Bundesregierung zu kommen, die in der Lage ist, die sich anstauenden Zukunftsfragen mit einer Politik für Menschen zu lösen. Sollte dies nicht bald geschehen, so wird der Bundespräsident, die Bundesregierung und die Parteien einen Negativrekord an arbeitslosen Menschen in der Bau- und Holzwirtschaft zu verantworten haben”, kritisierte ÖGB-Vizepräsident und Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH), Johann Driemer, das derzeitige Taktieren von Parteien bei den Sondierungsgesprächen zur Bildung einer neuen Bundesregierung.++++

Rückstau öffentlicher Auftragsvergaben bewirkt stärkere Winterarbeitslosigkeit

Durch Verzögerung bei der Bildung einer neuen Bundesregierung befürchtet die Gewerkschaft Bau-Holz ein zusätzliches Ansteigen der Winterarbeitslosigkeit am Bau. Für Driemer liegt einer der Hauptgründe darin, "dass öffentliche Auftragsvergaben durch die Fortschreibung des Budgets 1999 weiter verzögert werden. Wann werden die politischen Verantwortlichen unseres Landes endlich begreifen, dass wir im Interesse der 250.000 ArbeitnehmerInnen in der Bauwirtschaft und deren Familien kein politisches Taktieren, sondern eine Kontinuität der öffentlich Auftragsvergabe über das gesamte Jahr hindurch dringendst benötigen.”

Seit Jahren versucht die Gewerkschaft Bau-Holz mit konkreten Vorschlägen wie z.B. mit dem seit 1996 vereinbarten und auch praktizierten Jahresbeschäftigungsmodell die Winterarbeitslosigkeit am Bau zu verringern. Wenn die Aufträge immer in kürzeren Zeiträumen abgewickelt werden und keine Auftragsvergabekontinuität über das Jahr vorliegt, kann auch das Jahresbeschäftigungsmodell nicht voll greifen. Driemer: "Die Leidtragenden sind immer wieder die Bau- und Holzarbeiter und deren Familien, die quasi durch diese nicht vorhandene kontinuierliche Vorausplanung in die Winterarbeitslosigkeit gezwungen werden.”

GBH-Forderungen und Beiträge zur Lösung der Zukunftsfragen liegen am Tisch

Egal wie sich die zukünftige Bundesregierung zusammen setzt, stehen für die GBH und Bau- und HolzarbeiterInnen die Arbeitsplätze, die sozialen Rechte und die Weiterentwicklung der Einkommen der ArbeitnehmerInnen im Mittelpunkt. Ebenso muss Gesundheit Vorrang haben. Die GBH wird daher von der zukünftigen Bundesregierung und allen politischen Verantwortlichen in Bund und Ländern die Umsetzung des Maßnahmenpaketes - mit konkreten Vorschlägen zur Verbesserung der Arbeitsmarktsituation in der Bau- und Holzwirtschaft - im Interesse von rund 500.000 Bau- und HolzarbeiterInnen und deren Familien noch stärker einfordern. Die neue Bundesregierung wird, so wie in der Vergangenheit nicht, an Ankündigungen, sondern an ihren Leistungen für die Bau- und HolzarbeiterInnen gemessen. Driemer betonte abschliessend: "Die GBH und die Bau- und HolzarbeiterInnen sind und waren immer bereit, konstruktiv an der Lösung der Zukunftsfragen mitzuarbeiten. Sie sind aber auch bereit, wenn erforderlich für die Durchsetzung einer Politik für Menschen gemeinsam zu kämpfen.”

ÖGB, 12. November 1999 Nr. 545

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