Kröll: "Werden zusätzliche Saisonmitarbeiter brauchen"

Günstige Aussichten für Wintersaison - "Künstlichen Personalengpass vermeiden!"

PWK - Österreichs Tourismuswirtschaft begrüßt die Tatsache, dass das Sozialministerium heuer viel rascher als in den vorangegangenen Jahren eine Saisonnier-Verordnung erlassen hat. Allerdings zeichnet sich jetzt schon ab, dass die Branche mit dem genehmigten Kontingent nicht das Auslangen finden wird. "Wenn der Bedarf feststeht, werden wir uns sofort mit der Forderung nach Nachbesserung melden", kündigt der Obmann der Bundessektion Tourismus und Freizeitwirtschaft, Komm.Rat Hansjörg Kröll, energisch entsprechende Initiativen an. ****

Es sind vor allem die Betriebe im Westen Österreichs, die mit der gegenüber dem Vorjahr gekürzten Zahl an ausländischen Saison-Mitarbeitern nicht durchkommen werden. Es werde daher notwendig sein, das Kontingent, entsprechend den tatsächlichen Erfordernissen, rasch aufzustocken.

Wie berichtet, hat die Wirtschaft bereits im September einen -großteils mit dem Arbeitsmarktservice abgestimmten - Bedarf an 3.382 zusätzlichen Mitarbeitern angemeldet. Vom Sozialministerium wurden jedoch nur 2.090 Beschäftigungsbewilligungen für ausländische Saisonarbeitskräfte bewilligt, um 40 Personen weniger als noch vor einem Jahr.

Kröll verweist darauf, dass Österreichs Fremdenverkehr, nach allen bisher vorliegenden Umfragen, mit einem guten Wintergeschäft rechnen kann. Vor allem die vielen attraktiven "Millenniums-Angebote" und die Bereitschaft der Konsumenten, nach längerer Zeit wieder mehr Geld für Winterurlaube ausgeben zu wollen, lassen eine überdurchschnittliche, aber auch arbeitsintensive Saison erwarten.

Vor allem während der Saisonspitzen fehlt es an Personal, um den zusätzlichen Arbeitsaufwand bewältigen zu können. "Das Ministerium will sich sicher nicht dem Vorwurf aussetzen, durch eine zu restriktive Politik den erwarteten Aufschwung zu gefährden oder gar abzuwürgen", appelliert Kröll an Sozialministerin Eleonore Hostasch, im Dienste der Sache und des Landes, wenn notwendig, eine rasche Korrektur herbeizuführen: "Die Saisonnierfrage eignet sich auch nicht als Druckmittel gegenüber der Wirtschaft. Dafür steht zu viel auf dem Spiel. Denn mit jedem Gast, der abgewiesen werden muss oder der wegen mangeldem Service verärgert abreist, verliert das Land wertvolle Deviseneinahmen".

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