VÖZ fordert Freilassung des syrischen Journalisten Nizar Nayyouf

Wien (OTS) - In einem Schreiben hat der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) an den syrischen Präsidenten Hafez al-Assad appelliert, den syrischen Journalisten Nizar Nayyouf freizulassen, der seit über sieben Jahren unter unmenschlichen Bedingungen inhaftiert ist und dessen Leben akut von der Hodgkin-Krankheit bedroht wird, wenn er nicht rasch eine medizinische Therapie erfährt. VÖZ-Generalsekretär Walter Schaffelhofer weist in diesem Schreiben darauf hin, dass die Behandlung Nayyoufs durch die syrischen Militär-und Justizbehörden zutiefst der Achtung von Menschenrechten, eingeschlossen das Recht auf freie Meinungsäußerung, und den Grundsätzen der Menschenwürde widerspreche, zu deren Einhaltung sich die Arabische Republik Syrien gegenüber ihren Bürgern und gegenüber der Völkergemeinschaft verpflichtet hat. Gleichzeitig hat sich der VÖZ auch an Bundespräsident Thomas Klestil, Außenminister Wolfgang Schüssel sowie an den Botschafter der Arabischen Republik Syrien in Österreich mit dem Ersuchen gewandt, sich für eine Freilassung von Nayyouf einzusetzen.

Gefoltert, gelähmt, gedemüdigt

Nizar Nayyouf, Chefredakteur der Monatszeitschrift "Sawt al-Democratiyya" ("Stimme der Demokratie") und Generalsekretär des Komitees für die Verteidigung Demokratischer Freiheiten in Syrien (CDF), wurde 1992 festgenommen und wegen der Mitgliedschaft zu einer "unerlaubten" Organisation und Verbreitung "falscher" Informationen zu zehn Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Heute wird er nach wiederholten und schweren Folterungen mit bleibenden körperlichen Schäden – seine unteren Gliedmassen sind gelähmt und einige Rückenwirbel gebrochen – im Militärgefängnis Mezze (Damaskus) in einer 2,5 mal 3 Meter kleinen Zelle ohne Sonnenlicht und unter menschenunwürdigen Schikanen in Isolierhaft gehalten. Zuletzt haben die Militärbehörden eine medizinische Behandlung des schwer kranken Journalisten davon abhängig gemacht, dass er sich zuvor verpflichtet, jeder politischer Tätigkeit zu entsagen, und eine Erklärung unterschreibt, wonach "er unwahre Behauptungen zur Lage der Menschenrechte in Syrien verbreitet habe".

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