ots Ad hoc-Service: Linde AG <DE0006483001> Bericht 3Q 99

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Geschäftsverlauf des Linde
Konzerns per Ende September 1999

1. In allen vier Arbeitsgebieten wurden in den ersten neun Monaten Umsatz und Auftragseingang erneut gesteigert. 2. Unser Übernahmeangebot an die Aktionäre der AGA AB, Lidingö, wurde mit überwältigender Mehrheit angenommen. 3. Unsere Kapitalerhöhung, die vor wenigen Tagen zu Ende ging, war sehr erfolgreich.

Die Umsatzerlöse im Konzern stiegen um 9,9 Prozent auf 8,481 Milliarden DM. Im Inland konnten mit 2,544 Milliarden DM um 1,3 Prozent höhere Umsatzerlöse erzielt werden. Besonders erfreulich verlief das Auslandsgeschäft, das um 14,1 Prozent auf 5,937 Milliarden DM zunahm. Damit betrug der Auslandsanteil 70,0 Prozent (Vj. 67,5 Prozent) an den Gesamtumsatzerlösen.

Einen kräftigen Zuwachs erzielte ebenso der Auftragseingang. Er stieg um 14,0 Prozent auf 9,334 Milliarden DM.

Der Auftragsbestand legte gegenüber dem 30. September des Vorjahres um rund eine Milliarde D-Mark zu und erreichte mit 7,912 Milliarden DM (Vj. 6,937 Milliarden DM) einen neuen Höchstwert.

Der Gewinn vor Steuern lag mit rund 557 Millionen DM (Vj. 545 Millionen DM) um 2,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahres.

Die Investitionen beliefen sich auf rund 880 Millionen DM. Ende September 1999 waren im Konzern 35.302 Mitarbeiter und damit 1.931 Personen mehr als Ende 1998 beschäftigt.

Arbeitsgebiet Anlagenbau

Im Arbeitsgebiet Anlagenbau stieg der Auftragseingang um 21,9 Prozent auf 1,927 Milliarden DM. Der Umsatz nahm um 10,1 Prozent auf 1,465 Milliarden DM zu. Für das gesamte Jahr erwarten wir einen Umsatz von über 2,1 Milliarden DM (Vj. 1,769 Milliarden DM).

Beim Auftragseingang rechnen wir mit rund 2,2 Milliarden DM (Vorjahr 2,125 Milliarden DM).

In den ersten neun Monaten stieg das Ergebnis vor Ertragsteuern um 6,2 Prozent auf rund 39 Millionen DM.

Arbeitsgebiet Fördertechnik

Die erfreuliche Entwicklung der Fördertechnik setzte sich im Verlauf des Jahres 1999 weiter fort.

Die Umsatzerlöse stiegen in den ersten neun Monaten um 7,8 Prozent auf 3,574 Milliarden DM. Davon entfielen 2,491 Milliarden DM (Vj. 2,354 Milliarden DM) auf das Auslandsgeschäft und 1,083 Milliarden DM (Vj. 961 Millionen DM) auf das Inland. Die zunehmende Investitionstätigkeit in Deutschland seit Anfang des Sommers führte zu dem starken Umsatzanstieg im Inland von 12,7 Prozent.

Der Auftragseingang im Arbeitsgebiet erhöhte sich um 4,8 Prozent auf 3,791 Milliarden DM.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern im Arbeitsgebiet Fördertechnik verbesserte sich um 10,9 Prozent auf rund 237 Millionen DM.

Arbeitsgebiet Kältetechnik

Die Kältetechnik profitierte von der Expansion der internationalen Handelsketten sowie vom Ausbau neuer Vertriebsformen. Die Umsatzerlöse stiegen auf 1,146 Milliarden DM. Das entspricht einem Wachstum von 12,8 Prozent. Der Auftragseingang nahm um 19,8 Prozent auf 1,400 Milliarden DM zu.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern lag mit 6 Millionen DM auf dem Niveau des Vorjahres. Für das Gesamtjahr erwarten wir ein Ergebnis, das in Höhe des Vorjahres von 73 Millionen DM liegt.

Arbeitsgebiet Technische Gase

Als zweitgrößter Gase-Produzent in Europa verbuchte Linde in diesem Arbeitsgebiet weltweit eine deutliche Steigerung der Umsatzerlöse. Sie nahmen um 9,1 Prozent auf 2,322 Milliarden DM zu. Das Inlandsgeschäft blieb mit 870 Millionen DM (Vj. 873 Millionen DM) nahezu unverändert. Dagegen konnte das Ausland einen deutlichen Umsatzzuwachs von 15,6 Prozent verzeichnen.

In Deutschland wurden Umsatzrückgänge im Flüssig- und Flaschengeschäft durch das starke Wachstum des On-Site-Geschäfts weitgehend ausgeglichen.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern betrug rund 303 Millionen DM und lag damit aufgrund der hohen investiven Vorleistungen im On-site-Geschäft um 1,1 Prozent unter dem Vorjahr.

Ausblick

Das sich insgesamt verbessernde Investitionsklima wird unseren Geschäftsverlauf positiv beeinflussen. Wir gehen davon aus, daß der Konzernumsatz um rund 10 Prozent steigen und das Ergebnis vor Ertragsteuern der Arbeitsgebiete um rund 5 Prozent, jeweils ohne AGA, zunehmen wird. Das Konzernergebnis wird durch Belastungen beeinflußt, die mit dem Erwerb der AGA verbunden sind und denen in 1999 noch keine Erträge aus der AGA gegenüberstehen. Das Konzernergebnis wird jedoch das Niveau des Vorjahres erreichen.

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