Grünes Licht für Baueinreichung für das "Museum der Moderne am Mönchsberg"

Schausberger: Realisierung des "MaM" wiederum einen Schritt näher gerückt

Salzburg (OTS) - Die Realisierung des "Museums der
Moderne" am Möchnsberg (MaM) rückt einen weiteren
wichtigen Schritt näher: Wie Landeshauptmann Dr. Franz
Schausberger heute Dienstag, 9. November, mitteilte,
wurde eine grundsätzliche Einigung über die
funktionelle Innenkonzeption des weiterentwickelten Wettbewerbprojektes des Münchner Architektenteams
Stefan Zwink, Stefan Hoff und Klaus Friedrich erzielt.
Der Vorstand des Vereines "Museum der Moderne am
Mönchsberg" unter dem Vorsitz des Landeshauptmannes
und seines Stellvertreters Kulturreferent Landesrat
Dr. Othmar Raus erteilte dieser Grundkonzeption heute
seine Zustimmung. Laut Schausberger habe nunmehr der
Verein grünes Licht für die Baueinreichung gegeben. Überarbeitungen verlangten der Landeshauptmann und
Landesrat Raus noch für die Garderoben, die
behindertengerechte Nutzung der Museumsräume und den
Ausblick auf die Stadt Salzburg im Obergeschoß. Die Landesbaudirektion kann nunmehr im Sinne des
Regierungsbeschlusses die Planungen für die Errichtung
des MaM weiterbetreiben.

Vorgesehen ist eine Ausstellungsfläche von rund 2.500
m2, dazu kommen Verwaltungsflächen,
Manipulationsflächen und die Räume für das Restaurant.
In dem an den Wasserturm anschließenden nordseitigen
Außenbereich ist ein Skulpturengarten vorgesehen. Die Innenraumgestaltung soll in enger Abstimmung mit einer künstlerischen baulichen Gestaltung erfolgen, die Fassadengestaltung in enger Zusammenarbeit mit der Altstadt-Sachverständigenkommission erarbeitet werden.

Auf der Ebene 1 soll neben der Bergstation des
Mönchsbergliftes und dem Foyer ein Museums-shop, die
Haustechnik und ein Auditorium für rund 110 Personen
etabliert werden. Zentralgarderobe und WC-Anlagen
stehen unabhängig von den Betriebszeiten des Museums
den Nutzungen dem Restaurant zur Verfügung.

Auf der Ebene 2 sind Ausstellungsflächen (839 m2), die
Verwaltung und Nebenräume des Res-taurants vorgesehen.
Auf dieser Ebene erfolgt von der Südseite her die
Anlieferung für das Museum und an der Westseite jene
für den Restaurantbetrieb.

Auf Ebene 3 sind neben 611 m2 Ausstellungsfläche auch
das Restaurant mit Terrasse vorgesehen, das 195 Gästen
Platz bietet und bis auf eine Kapazität von 220 Gästen
erweitert werden kann. Dem Restaurant ist wie bisher
an der Ostseite eine Aussichtsterrasse vorgelagert,
über die das Restaurant auch für Passanten und
Spaziergänger zugänglich wird.

Auf Ebene 4 besteht eine Ausstellungsfläche von 1.037
m2. Diese Ausstellungsebene erhält über Oberlichter
ausreichend Versorgung mit Tageslicht.

Fassadengestaltung

Auf Betreiben von Schausberger und Raus wird die
Fassadengestaltung in enger Zusammenarbeit mit der Altstadt-Sachverständigenkommission geplant. Dabei
müssen das Material für die Fassadengestaltung, Putz
oder Gestein, festgelegt, und die Möglichkeit für
Ausblicke von der Ebene 4 auf die Altstadt von
Salzburg noch im Detail erarbeitet werden. Die
Haustechnik ist so ausgelegt, dass die Abluftnutzung
aus den Parkgaragen für die Energiegewinnung genutzt
wird. Die Gelder für die Kunst am Bau sollen laut
Landesrat Raus für die künstlerische Innengestaltung
des Museums verwendet werden.

Mit der heutigen Weichenstellung für eine
Weiterentwicklung der Innenraumgestaltung sei das MaM
seiner Realisierung einen weiteren Schritt
nähergerückt, fasste Landeshauptmann Dr. Franz
Schausberger das Ergebnis der heutigen
Vorstandssitzung des Vereins "Museum der Moderne am
Mönchsberg" zusammen. Wie gemeldet, wurde am 7.
September ein gemeinnütziger Verein gegründet, dessen
Zweck die Finanzierung, Errichtung und Förderung eines
Museums der Moderne auf dem Mönchsberg ist. Den
Vorsitz führt Landeshauptmann Dr. Schausberger,
stellvertretender Vorsitzender ist der für die Kultur ressortzuständige Landesrat Dr. Othmar Raus. Mit der
Gründung des Vereins hat das Land einer Forderung des
Bundes Rechnung getragen, der bekanntlich für die
Errichtung des Museums einen Finanzierungsbeitrag in
der Höhe von 120 Millionen Schilling zugesagt hat.

Diese Zahlung wurde mit der Vereinsgründung im
September abgesichert. Mit dem Baumanagement für das
Museum wurde die Landesbaudirektion, Landesbaudirektor
Dipl.-Ing. Axel Wagner, beauftragt, um einen möglichst kostengünstigen Bau des Museums sicherzustellen.

Baubeginn Jänner 2001

Im Jänner 2001 ist der Baubeginn für das MaM
vorgesehen. Vorbereitende Arbeiten werden bereits im
Herbst 2000 erfolgen. Die Eröffnung ist für das Jahr
2002 geplant. Die Errichtung des MaM wird 300
Millionen Schilling kosten. Das Münchner
Archtitektenteam Stefan Zwink, Stefan Hoff und Klaus
Friedrich war als Sieger eines europaweit
ausgeschriebenen Architektenwettbewerbs
hervorgegangen, an dem sich 145 Architektenteams
beteiligt hatten.

Heimstätte für eine der bedeutendsten Kunstsammlungen
der Welt

Das Museum der Moderne am Mönchsberg wird neben den
Beständen des Rupertinums eine der bedeutendsten
Kunstsammlungen der Welt beherbergen. Landeshauptmann
Schausberger ist es gelungen, die Sammlungen Batliner
gegen weltweite Konkurrenz wie New York, Berlin oder
Paris nach Salzburg zu holen. Das Ehepaar Dr. Herbert
und Rita Batliner hat in den vergangenen 30 Jahren
eine weltweit einzigartige Sammlung zur klassischen
Moderne und zur internationalen Kunst nach 1945
angelegt. Ihre internationale und überregionale
Bedeutung verdankt die Sammlung Hauptwerke der Malerei
vom französischen Impressionismus bis zur Gegenwart.
Inkludiert sind Hauptwerke von Monet, Cezanne,
Matisse, Renoir, Signac, Derain, Mir, Max Ernst,
Braque, Picasso, Delaunay, Nolde, Kircher, Beckmann,
Kokoschka, Kandinsky, Chagall, Kupka, Yves Klein, Mark
Rothko, Lichtenstein, Baselitz u.v.m.

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