Sallmutter erteilt Euroarmee-Visionen Peter Kostelkas eine scharfe Abfuhr

Wien (GPA/ÖGB). Mit scharfen Worten kritisierte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA), Hans Sallmutter, die von Peter Kostelka aufgebrachten Überlegungen zu einer europäischen Armee. "Eine derartige ‚Euroarmee‘ würde unweigerlich die Aufgabe der österreichischen Neutralität bedeuten, wie ja bereits Kostelka selbst zugibt", so Sallmuttter, der die Frage anschloss, wie viele der SPÖ-Positionen beim Werben um den Koalitionsverweigerer ÖVP noch über Bord geworfen werden.++++
"Klubobmann Kostelka sollte bedenken, dass es gerade die konsequente Position zur Neutralität war, die es der SPÖ zuletzt ermöglichte, bei Wahlen zu punkten. Die Aufgabe der Neutralität wäre daher genau die falsche Lehre aus dem 3. Oktober", meinte der GPA-Vorsitzende. Die Forderung Kostelkas widerspricht eindeutig den von der SPÖ vor den Wahlen festgehaltenen Grundsätzen betreffend die Neutralitätspolitik Österreichs, die jeglichen Beitritt zu einem Militärbündnis ausschließen, keine Stationierung fremder Truppen auf österreichischem Staatsgebiet erlauben und weiters die Beteiligung Österreichs an kriegerischen Auseinandersetzungen verbieten. "Eine Europa-Armee würde selbstverständlich eine Abkehr von diesen Punkten bedeuten und würde die schlussendliche Verabschiedung Österreichs aus einer aktiven Neutralitätspolitik bedeuten, die ja bereits seit Mitte der 80er Jahre vorangetrieben wird", meinte Sallmutter abschließend. ÖGB, 9. November 1999 Nr. 533

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