AK Tumpel:Vorurteile gegen ältere Arbeitnehmer abbauen

Veranstaltungsreihe der Sozialpartner soll Umsetzung des Paktes für ältere Arbeitnehmer vorbereiten

Wien (OTS) - Die Vorurteile gegenüber den älteren Arbeitnehmern stimmen nicht und müssen abgebaut werden, fordert AK Präsident Herbert Tumpel: "Erfahrung muss zählen." Das ist auch die wichtigste Aufgabe einer Veranstaltungsreihe der Sozialpartner gemeinsam mit dem Arbeitsmarktservice. Die Umsetzung des Beschäftigungspaktes für ältere Arbeitnehmer soll damit vorbereitet, begleitet und beschleunigt werden.****

Die heute von WKÖ-Präsident Maderthaner vorgestellte Umfrage unter 995 Betrieben brachte die selben Vorurteile zu Tage, wie sie der AK seit langem bekannt sind. "Zu teuer, zu häufig krank, geringer belastbar, wenig Bereitschaft zur Weiterbildung - das stimmt nicht", betont der AK Präsident. So sind etwa die 50- bis 59jährigen im Schnitt nur einmal pro Jahr im Krankenstand, 20- bis 24jährige dagegen 1,3 mal. Auch Motivation und Lernbereitschaft nehmen im Alter nicht ab. Im Gegenteil: Die geistige Leistungsfähigkeit nimmt sogar zu. Dass werde von den Unternehmen nur allzuoft ignoriert und mit dem Argument "zu teuer" frühzeitig aus dem Arbeitsmarkt gedrängt. Ältere Arbeitnehmer sind aufgrund ihrer Erfahrung wichtig für die Wirtschaft. Aber die Kostenoptimierung in den Betrieben wurde meistens auf den Rücken der über 50jährigen versucht, kritisiert der AK Präsident diesen falschen Weg.

"Diese Vorurteile gegen sogenannte ältere Beschäftigte müssen abgebaut werden.", fordert Tumpel und hofft, dass auch langsam bei den Unternehmern ein Umdenken beginnt. Geförderte Altersteilzeit, altersgerechte Ausbildungsmaßnahmen, Möglichkeit zur Gleitpension sind fortschrittliche Modelle, die der Wirtschaft genug Anreize bieten, ältere Arbeitnehmer weiter zu beschäftigen bzw aufzunehmen. Eine erfolgreiche Bekämpfung der Arbeitslosigkeit ab 45 ist jedenfalls nur gemeinsam mit den Unternehmen möglich. "Die Wirtschaft ist am Zug.", so Tumpel abschließend.

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