Pelzmode ist wieder in

Meisterkürschner ist ein Trendsetting gelungen - Kooperation Wirtschaft & Schule gedeiht

PWK - In einem sind sich heuer alle Top-Designer einig: Pelz ist wieder in. Einen signifikanten Unterschied zu Kollektionen anderer Wintersaisonen gibt es dennoch: "Noch nie gab es einen derartigen Variantenreichtum und eine derartige Bandbreite bei den Fellen und Pelzen, die verarbeitet werden", erklärte Hans Parzer, Bundesinnungsmeister der Kürschner, Handschuhmacher und Gerber Österreichs vor Journalisten. ****

Gleichberechtigt neben Fuchs, Chinchilla oder Nerz gesellen sich erstmals topmodische Ziegenfell-Bustiers, Lammfell-Jacken, Pullover mit Kanin-Kragen und Manschetten, Kostüme aus reversiblem Schaf-Fell. Die Disco- und Abendmode brilliert mit spektakulären Kombinationen aus Materialmix: gefärbtes Tibetlamm als Kontrast zu schwerer Seide, bedrucktes Kanin mit Lammverbrämung, Hosen aus geschorener Ziege und rasiertem Opossum, Loden und Leder. Felltaschen, Fellhosen und Fellröcke sind heuer nahezu so etwas wie Kultobjekte.

Auch Österreichs Meisterkürschner haben den Trend zum Pelz mit Pfiff mit dem 1. Designwettbewerb schon frühzeitig erkannt. Zahlreiche Modeschüler von renommierten Modeschulen beteiligten sich am "Austrian Creative Fur"-Wettbewerb. Die vor kurzem präsentierten Modelle müssen absolut keinen Vergleich mit den Kreationen internationaler Designer scheuen. Erstmals seit vielen Jahren ist hier den Meisterkürschnern ein Trendsetting gelungen. Im kommenden Jahr wird mit dem nächsten Wettbewerb fortgesetzt. "Das Interesse der Modeschulen an dieser neuen Form der Kooperation zwischen Wirtschaft & Schule ist sensationell und äußerst vielversprechend", freuen sich Bundesinnungsmeister Parzer und Wiens Landesinnungsmeister Anton Kadlac.

Schaf- und Lammfelle sind weltweit die absoluten Spitzenreiter, wenn es um Mäntel, Jacken, Mützen, Handschuhe, Accessoires, Geschorenes, Gefärbtes, Reversibles geht. Wie beliebt dieses Fell ist, weil so unglaublich vielseitig zu verarbeiten, bestätigte auch die Prominentenjury des "Austrian Creative Fur"-Wettbewerbes: der 1. Preis ging klar an ein "trendy-junges Superkostüm" aus Schaf-Fell.

Der Weltbestand an Schafen beträgt rund 1 Milliarde. EU-weit dienen fast 99 Millionen Tiere der Produktion von Wolle, Fleisch und Fell. In Österreich liegt der Schafbestand bei über 360.000 Tieren. Sowohl für Schaf-Fell als auch für alle anderen Felle, Pelze und Leder gilt jedenfalls, dass "das was die Natur anbietet durch kein synthetisches Material ersetzt werden kann", bemerkte Professor Hans Andres, Vorstand der Abteilung für Leder- und Naturstofftechnologie in der Versuchsanstalt für Lederindustrie an der HBLVA für Chemische Industrie. "Die Haut stellt ein Spiegelbild der Seele dar, und in der Qualität spiegelt sich auch die Tierhaltung wider, die in Österreich sehr hohen Anforderungen entspricht." Solange die Menschen Fleischbedarf haben, sei die Haut gleichsam ein Nebenprodukt, das auch entsprechende Verwertung finden solle, so Professor Andres.

Die in Österreich angewandten Gerbmethoden für Leder und Felle sind laut Auskunft von Fachleuten gesundheitlich unbedenklich. Vielfach werden zB Schaf-Felle im Relugan-Verfahren gegerbt, bei dem kein Chrom oder sonstiges Metall zum Einsatz kommt. Dazu kommt, dass laufende Qualitätskontrollen die hohen Qualitätsstandards sicherstellen, untermauert durch aktuelle Analysen eines zertifizierten Prüfinstitutes.

Österreich zählt zu den Ländern mit den schärfsten Bestimmungen für die Nutztierhaltung. Das ist der richtige Weg zum Schutz der Tiere vor Vernachlässigung oder unzumutbaren Haltungsbedingungen, aber auch zum Schutz der Konsumenten vor schlechter Fleischqualität.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Bundesinnung der Kürschner
Tel. 01/50105 DW 3277Ing. Mag. Walter Loibl

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK/SCHLUß