Bures kritisiert mieterfeindliche Forderungen der Immobilientreuhänder

Wien (OTS) - "Die Mieter mit Altmietverträgen sind zumeist in schlecht ausgestattete Kategorie C- oder D-Wohnungen eingezogen und haben sie mit persönlichem finanziellen Einsatz verbessert. Durch eine Anhebung dieser Altmieten würden sie daher doppelt zur Kasse gebeten. Die Forderung der Immobilientreuhänder nach Anhebung der Altmieten führt demnach nur zu einer Verteuerung der Wohnungskosten und Verschlechterung der Wohnsituation. Ziel einer verantwortungsvollen Wohnungspolitik ist es dagegen, ausreichendes Angebot an leistbaren Wohnungen zur Verfügung zu stellen und in privaten Miethäusern für klar nachvollziehbare Mieten zu sorgen", verlangt NRAbg. Doris Bures, Präsidentin der Mietervereinigung.

Nachdem eine Wohnung kein Gut ist, das sich mit anderen Gütern vergleichen läßt, sondern im besonderen Maß dem Konsumentenschutz unterliegt, sind Mieter und Wohnungssuchende vor unkontrollierten und sozial nachteiligen Marktmechanismen zu schützen. Die Forderung einer weiteren Liberalisierung der Befristungen ist besonders in Hinblick auf das Geschäftssterben unverständlich.

"Zentrales Anliegen der Mietervereinigung Österreichs ist, eine Weiterentwicklung des Wohnrechts im Sinne der Mieter zu erreichen. Als größte Mieterorganisation Österreichs ist die Mietervereinigung tagtäglich mit mietrechtlichen Problemen befaßt. Daher fordern wir als ersten Schritt in der nächsten Gesetzgebungsperiode eine Reform des Mietrechts: Klar nachvollziehbare Mieten in privaten Miethäusern durch eine Begrenzung der Zuschläge von max. 20% zum Richtwert sowie ein weitgehendes Zurückdrängen von Befristungen." betont Doris Bures.

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