Maderthaner: Arbeitslosigkeit für Ältere abbauen!

Veranstaltungsserie "Productive Ageing" soll Vorurteile gegen die Beschäftigung von älteren Arbeitnehmern abbauen

pwk - "In einer Umfrage des Ludwig Boltzmann-Instituts unter 995 Betrieben (Unternehmer und Arbeitnehmer) ergab sich eine de-facto Altersgrenze für Einstellungen um das 40. Lebensjahr. Obwohl nicht wirklich haltbar, wurden als Begründungen dafür immer wieder angeführt: zu hohe Kosten, häufige Arbeitsausfälle, geringe Belastbarkeit, geringe Weiterbildungsbereitschaft und Anpassungsfähigkeit. Diese Argumente zeichnen ein falsches Bild, da ja ältere Arbeitnehmer über ein großartiges und wertvolles Potential an Erfahrung verfügen, das für die Wirtschaft unverzichtbar ist." ****

Bei der Eröffnung des zweiten Teils der vierteiligen Veranstaltungsserie "Productive Ageing" - mit dieser Aktion im Rahmen des Pakts für ältere Arbeitnehmer versuchen die Sozialpartner eine Imagekorrektur bei der Beschäftigung von Älteren zu erreichen -betonte der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Leopold Maderthaner, "dass es in der Beschäftigungspolitik besonders wichtig ist, ältere Arbeitslose in den Arbeitsprozess einzugliedern bzw. zu verhindern, dass Ältere arbeitslos werden."

Auch wenn sich Österreich bei der Gesamtarbeitslosigkeit im EU-Ranking mit einer von 4,7 auf 4,1 Prozent gesunkenen Arbeitslosenrate auf Platz 3 verbessert habe, so erweise sich vor allem die Arbeitslosenrate der über 50jährigen nach wie vor als langfristiges Problem am Arbeitsmarkt. Maderthaner: "Derzeit sind in ganz Österreich 46.000 Arbeitslose älter als 50 Jahre. Das entspricht einem Anteil an der Gesamtarbeitslosenrate von 24 Prozent."

Um die Beschäftigungsprobleme für Ältere abzubauen, hätten die Sozialpartner in Zusammenarbeit mit Arbeitsmarktservice und Sozialministerium den Pakt für ältere Arbeitnehmer ausgearbeitet, dessen grundsätzliche Ziele Prävention, Intervention, Integration und Sensibilisierung seien. Maderthaner - "Ich persönlich halte diesen Pakt auch aus Sicht der Wirtschaft für richtungsweisend und wirtschaftsfreundlich" - verwies vor allem auf die geförderte Altersteilzeit als besonderen Fortschritt, der es mit Hilfe von AMS-Zuschüssen ermögliche, bei einem Entgeltbezug von 75 Prozent die Arbeitszeit schon vorzeitig um die Hälfte zu verringern. Diese Maßnahme, so der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, belaste die Wirtschaft nicht zusätzlich, was unter dem Gesichtspunkt der Arbeitskosten von großer internationaler Bedeutung ist.
(Schluß) RH

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