Haubner: Frauen müssen für Versäumnisse der SP-Frauenpolitik die Zeche zahlen

"Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" entpuppt sich als leeres Schlagwort sozialdemokratischer Frauenpolitik - Nur Beamtinnen haben annähernd gleiches Einkommen wie männliche Kollegen

Wien, 1999-11-09 (fpd) - "Österreichs Frauen sind noch meilenweit davon entfernt, gleichen Lohn für gleiche Arbeit zu erhalten. Einmal mehr zeigt sich, daß die Frauen für die Versäumnisse der sozialistischen Frauenpolitik im wahrsten Sinne des Wortes die Zeche zahlen müssen und mit leeren Worthülsen abgespeist werden", reagierte heute die Bundessprecherin der "initiative Freiheitlicher Frauen" (iFF), Frauenlandesrätin Ursula Haubner auf eine Statistik von Eurostat, wonach Österreichs Frauen in allen Berufen weniger verdienen als Männer. ****

Unselbständig beschäftigte Männer verdienen im Durchschnitt um 29 Prozent, also fast ein Drittel mehr als Frauen. Im Durchschnitt kommen Frauen maximal auf 80 Prozent des Verdienstes ihrer männlichen Kollegen. Bei den Teilzeitkräften ist die Schere noch größer: Der Unterschied beträgt hier 48 Prozent. Langfristig betrachtet, haben die Einkommensunterschiede in den 80er Jahren abgenommen (von 54 auf 44 Prozent), seit 1993 steigen sie wieder. "Egal, welche Ausbildung Frauen haben, sie verdienen immer weniger als ihre männlichen Kollegen. Frauen mit Pflichtschulabschluß um 25 Prozent, BHS-Absolventinnen gar um 31 Prozent, Akademikerinnen um 18 Prozent. Nur Beamtinnen haben annähernd das gleiche Einkommen wie Beamte in vergleichbaren Positionen", zeigte Haubner auf.

Frauenlandesrätin Ursula Haubner erinnerte in diesem Zusammenhang an den von der Landesfrauenreferentinnen-Konferenz Mitte Oktober 1999 gefaßten Beschluß: "Die Landesfrauenreferentinnen-Konferenz weist auf die Problematik der geschlechtsspezifischen Einkommensdifferenz (im Bundesdurchschnitt verdienen Frauen um ein Drittel weniger als ihre Kollegen) hin und ersucht die Bundesregierung, in Kooperation mit den Sozialpartnern, entsprechende Maßnahmen zur Beseitigung der wachsenden Entgeltungsgleichheit von Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen zu setzen." Haubner forderte deshalb Bundesministerin Prammer auf, "diesen Beschluß der Landesfrauenreferentinnen-Konferenz in der Bundesregierung rasch umzusetzen. (Schluß)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 4 0110 / 5620

Freiheitliches Pressereferat

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFC/NFC