Pöschl zur Nord-Ost-Umfahrung: Zuerst denken, dann handeln!

Wiener Liberale fordern Kosten-Nutzen-Analyse

Wien (OTS) "Bei der Nord-Ost-Umfahrung Wiens sollte vor den Trassenplanungen eine Kosten-Nutzen-Analyse erstellt werden, die noch offene Fragen bei allen zur Auswahl stehenden Varianten klärt", forderte heute Hanno Pöschl, Verkehrssprecher des Wiener Liberalen Forums. Zu klären sei insbesonders die Funktion der Straße.

Handelt es sich um eine Umfahrungsstraße für den Durchzugsverkehr, so wie SPÖ-Reiter heute forderte? "Die Verkehrbelastung aus den osteuropäischen Nachbarländern ist derzeit noch extrem niedrig und auch hohe Steigerungsraten in den nächsten Jahren rechtfertigen das geplante - sehr teure - Straßenprojekt in keinster Weise", so Pöschls Antwort.

Oder handelt es sich um eine Erschließungsstraße für bestehende und zu erweiternde Wohn- und Betriebsgebiete im 21. und im 22. Bezirk? "In diesem Fall sollte man sich überlegen, ob es tatsächlich notwendig ist, eine sechsspurige Bundesstraßenvariante zu wählen", kritisierte der liberale Politiker. Außerdem sei die alternative Verwendung der aufzuwendenden Mittel für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs zu prüfen. Die von den Wiener Liberalen seit langem geforderte U2/5 nach Stadlau könnte aufgrund dieser budgetären Mittel um zwei Jahren früher fertig gestellt werden als dies Stadtrat Görg vorsieht.

Im Rahmen der Kosten-Nutzen-Analyse müssten auch die wirtschaftlichen Auswirkungen auf Wien und Niederösterreich, insbesondere in Bezug auf Einkaufsstätten, Freizeitzentren und Betriebsstättenansiedlung geprüft werden, forderte Pöschl, der auch darauf hinwies, dass die strengen, im Gesetz verankerten Umweltauflagen selbstverständlich eingehalten werden müssten.

Für die Wiener Liberalen ist es nicht vorstellbar, dass eine hochrangige Straße durch einen Nationalpark, der den internationalen IUCN-Kriterien gerade noch entspricht, gebaut wird. Sowohl oberirdisch als auch unterirdisch würde die Schnellstraße massive Auswirkungen auf die Qualität des Nationalparks haben.Es würde zu einer Veränderung der Grundwasserströme kommen, die den Bestand der Aulandschaft akut gefährden würde.

"Bei der gesamten Debatte um die Nord-Ost-Umfahrung Wiens darf nicht vergessen werden, dass es in erster Linie darum geht, die Verkehrssituation im 21. und im 22. Bezirk zu entlasten", so Pöschl abschließend.

(Schluss)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: 4000-81563Liberales Forum - Landtagsklub Wien

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | LKW/LKW