Nie wieder Warteschlangen an der WU Wien Wirtschaftsuniversität wird Vorreiter bei elektronischen Verwaltungsanwendungen - DATAKOM richtet Trust Center ein

Wien (OTS) - Lange Warteschlangen vor den Inskriptionsschaltern
der Wirtschaftsuniversität Wien sind ab dem Wintersemester 2000 endgültig Geschichte. Bis dahin soll das gesamte Verwaltungssystem der WU ausschließlich auf elektronischer Basis funktionieren. Dann können die Studierenden via Internet, Handy und Chipkarte von der Inskription bis zur Prüfungsanmeldung sämtliche Besorgungen rund um die Uhr am virtuellen Schalter erledigen. Die DATAKOM AUSTRIA richtet dafür ein Trust Center ein, von dem jede/r einzelne Studierende eine Digitale Signatur (elektronische Unterschrift) erhält.

Das Projekt unter dem Titel WU-IS2000/2gether ist im Detail auf der Homepage der Wirtschaftsuniversität unter der Adresse
http://www.wu-wien.ac.at/wuis2000/wu-is2000.html beschrieben. Über
21.000 Studierende werden von den Erleichterungen profitieren. Sie können dann sämtliche bürokratischen Hürden des Studienalltags mit Internetanbindung via PC, über touch-tone-basierte Anwendungen per Tastentelefon und später auch mit WAP-fähigen Handys bewältigen. Basierend auf der Software i3v(R)-Education sind Prüfungsanmeldungen bequem von zu Hause oder unterwegs zu erledigen - übers Handy können sie sich auch über die Benotung der letzten Prüfung informieren.

"Die hinter dem Projekt stehende Philosophie ist es, die WU rund um den Globus und 24 Stunden am Tag via Internet oder Handy erreichbar zu machen. Dabei ist das zentrale Element die Verschiebung des traditionellen Schalterverkehrs in den Selbstbedienungsbetrieb", erklärt Hans Robert Hansen, Rektor der Wirtschaftsuniversität Wien. "Schlüssel zu vielen Anwendungen werden die neuen Studentenausweise in Form einer Chipkarte mit elektronischer Signatur sein. Dadurch wird auch bei sensiblen Anwendungen gewährleistet, dass wirklich nur Befugte die Dienste des virtuellen WU-Schalters in Anspruch nehmen können. Wir erreichen so jene Rechtsverbindlichkeit, die heute manuelle Unterschriften leisten. Letztendlich sollen die Ausweiskarten auch für Single-Sign-In-Dienste sowie für Zutrittskontrollzwecke verwendet werden. Die PC-Räume können so künftig 24-Stunden pro Tag betreten werden."

Um höchstmögliche Sicherheit bei der sensiblen Selbstbedienungsanwendung zu gewährleisten, setzt die Siemens Business Services GmbH (SBS), die auch als Generalunternehmer verantwortlich zeichnet - http://www2.siemens.at/ic/ -, erstmals die Signaturkarten der DATAKOM AUSTRIA ein. Zentrale Voraussetzung für deren Einsatz ist das Datakom Trust Center. Die digitale Signatur basiert auf einem elektronischen Schlüsselpaar, das direkt von dem Chip auf der Karte generiert wird. Der öffentliche Schlüssel wird vom Trust Center gemeinsam mit den Daten des Studenten zertifiziert. Anhand des öffentlichen Schlüssels prüft der Empfänger eines Dokuments die Identität des Senders, um so die Authentizität und Rechtsverbindlichkeit sicherzustellen. Der private Schlüssel verläßt die Chipkarte niemals und verbleibt ausschließlich beim Studierenden. Damit können auch übers Netz und EU-weit gültige digitale Unterschriften (z.B. beim Einkaufen, Telebanking usw.) geleistet werden.

25.000 Signaturen für den Anfang

"Insgesamt 25.000 Digitale Signaturen werden für die WU als Erstausstattung eingerichtet", erklärt der verantwortliche Projektleiter Herbert Tischler von DATAKOM AUSTRIA. "Darin ist auch das gesamte Verwaltungspersonal berücksichtigt." Tischler rechnet mit einem jährlichen Zugang von weiteren 4.000 bis 5.000 Signaturen. Das Trust Center wird von der DATAKOM selbst eingerichtet und servisiert; in der Wirtschaftsuniversität wird die Evidenzstelle entsprechend zertifiziert werden.

Leben im Zeitalter der Digitalen Signatur

Den künftigen Studierenden wird sich ein geradezu futuristisches Szenario bieten: An einem der 15 geplanten Selbstbedienungsterminals an der WU lässt er sich von eingebauten Kameras fotografieren, bezahlt den ÖH-Beitrag mit seiner Quick-Karte, zeigt bei einem Schalter seine Dokumente vor und bekommt umgehend seine EU-weit gültige Signaturkarte, die zugleich als öffentlich anerkannter Studentenausweis gilt.

Die Weiterinskription erfolgt dann per Mausklick, und auch die Beurteilung der Lehrveranstaltungen wird übers Internet möglich. Zudem schafft das i3v-Education System auch für alle Beschäftigten der Universität in der Althanstraße Erleichterungen bei der Raumverwaltung, Hörsaalbelegung, Prüfungsplanung und Notenveröffentlichung. Sämtliche PCs und Selbstbedienungsterminals der WU werden mit Chipkartenlesern ausgestattet. Auch die gesamte Personalwirtschaft der WU soll in das System eingebunden werden.

WU-Lösung als Musterbeispiel

Innerhalb eines Jahres (Phase 1) sollen die Studien- und Prüfungsverwaltung, die Raumverwaltung und die Forschungsdokumentation auf das praxiserprobte Produkt i3v-Education der GINIT GmbH umgestellt sein. Bis März 2001 soll auch die Personalwirtschaft auf Basis des weltweit etablierten HR-Moduls von SAP implementiert werden. Die Kosten der Phase 1 betragen 45 Millionen Schilling.

Die Umstellung der übrigen Verwaltungsprozesse in Phase 2, insbesondere des Haushaltsmanagements, der Finanz- und Anlagenbuchhaltung, des Bestellwesens, der Kostenrechnung und des Controllings, soll auf Basis von SAP R/3 und in enger Abstimmung mit der vom Finanzministerium vorgesehenen SAP-Einführung des Bundes ab Sommer 2001 erfolgen. Das Projekt wurde vom Wissenschaftsministerium mit der Auflage unterstützt, das die Lösung auch an anderen österreichischen Universitäten einsetzbar sein muß.

Der Vergabebeschluss für die Beauftragung der ersten Phase wurde am 3. August 1999 von einem 14-köpfigen Gremium der Wirtschaftsuniversität unter dem Vorsitz von Rektor Hans Robert Hansen gefasst. Der Entscheidung ging eine EU-weite Ausschreibung sowie ein aufwendiges Evaluierungsverfahren voran. Von den ursprünglich 53 interessierten Unternehmen reichten am Ende acht Konsortien Teilnahmeanträge ein.

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