Psychisch Kranke sollen mehr ambulant betreut werden

Prokop: Vorurteile abbauen

St.Pölten (NLK) - Die Bedürfnisse der Kranken stehen beim Psychiatrieversorgungsangebot Niederösterreichs im Vordergrund: Im Rahmen des Psychiatrieplanes liegt der Schwerpunkt auf der verbesserten Betreuung auch außerhalb des Krankenhauses. Ziel ist es, bis 2005 über die notwendigen stationären und außerstationären Einrichtungen zu verfügen. "Alle Bezirke Niederösterreichs haben schon jetzt Psychosoziale Dienste, das Angebot an entsprechenden Clubs wird erweitert und die Selbsthilfegruppen werden forciert", erläuterte heute Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop. Zudem würden im Sinne der Dezentralisierung sogenannte Psychiatrieregionen geschaffen, das heißt, in insgesamt fünf Krankenhäusern werden sozialpsychiatrische Abteilungen zusätzlich zu den beiden bestehenden Landesnervenkliniken Mauer und Gugging eingerichtet. Neben den Landesnervenkliniken gebe es bereits seit Jänner 1998 in Hollabrunn eine solche Station, Waidhofen an der Thaya und Neunkirchen würden im nächsten Jahr folgen. "Unser Ziel ist es, durch die gemeindenahe Versorgung die Vorurteile gegen psychisch Kranke abzubauen und sie so gut wie möglich in die Gesellschaft zu integrieren", betont Prokop. In Gugging werde im nächsten Jahr sogar ein eigenes Zentrum für Not-und Krisenintervention installiert, um auch in Krisenfällen Spitalsaufenthalte hintanzuhalten. Prokop: "Künftig wollen wir eine noch bessere Ausstattung der Psychosozialen Dienste erreichen, verschiedene bedürfnisorientierte und teilbetreute Wohnformen einrichten und neue Arbeits- und Beschäftigungsprojekte ins Leben rufen."

Der NÖGUS-Soziales ist maßgeblich an der Umsetzung des Psychiatrieplanes beteiligt. "Vor allem in der Regionalisierung der sozialpsychiatrischen Versorgung ist die gute Zusammenarbeit mit Land und Gemeinden und den gemeinnützigen Wohlfahrtsträgern hervorzugeben", unterstreicht NÖGUS-Soziales Geschäftsführer Dr. Bernhard Rupp. Er sei zuversichtlich, daß die Ziele des Psychiatrieplanes bis 2005 weitgehend unter Dach und Fach sein werden. Bund und Sozialversicherungen sollten aber in die Finanzierung der Versorgungsverbesserungen eingebunden werden.

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