Behinderte Kinder sollen ihre Fähigkeiten entwickeln

Prokop: Frühförderung besonders wichtig

St.Pölten (NLK) - Behinderte oder entwicklungsgefährdete Kinder sollen ihre Fähigkeiten so gut wie möglich entwickeln. Das geschieht mit Hilfe der Frühförderung, die für Kinder gedacht ist, die während der ersten Lebensjahre in ihrer körperlichen, sprachlichen, emotionalen und sozialen Entwicklung Unterstützung benötigen. Sie endet, wenn das Kind eine regelmäßige Betreuung und Förderung wie im Kindergarten erhält. Bei seh- und hörgeschädigten Kindern wird die Frühförderung bis zum Schuleintritt angeboten. Eine österreichweite Enquete beschäftigte sich heute im NÖ Landhaus in St.Pölten vor allem mit der Förderung von Ausländerkindern, zu früh geborenen Kindern und mit der Aufklärungsarbeit für Eltern. Experten informierten dabei die Vertreter aller Einrichtungen, die Frühförderungen anbieten, über die neuesten Methoden und berichten über ihre Erfahrungen. Organisiert wurde die Tagung von der Lebenshilfe Niederösterreich.

Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop wies bei der Eröffnung darauf hin, daß es gerade in den ersten Lebensjahren besonders wichtig sei, Kinder bestmöglich zu fördern. In Niederösterreich werde die Frühförderung ambulant oder mobil angeboten. Zusätzlich gebe es die Frühförderung auch in Ambulatorien in St.Pölten, Amstetten, Mistelbach, Wiener Neustadt, Grainbrunn, Gmünd, Zwettl und Waidhofen an der Thaya. Niederösterreich habe insgesamt 14 Frühförder-Einrichtungen.

"Im neuen Sozialhilfegesetz, das nächste Woche beschlossen werden soll, hat Niederösterreich als erstes Bundesland den Begriff ‚Behinderte‘ gestrichen und verwendet stattdessen ‚Menschen mit besonderen Bedürfnissen‘", betonte Prokop.
Niederösterreich habe 1981 noch ein Behindertenbudget von 170 Millionen Schilling gehabt, heuer seien es bereits 1,2 Milliarden Schilling. Für die Frühförderung wende das Land 1999 insgesamt über 8 Millionen Schilling auf.

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