Unternehmen forcieren Auftragssuche im Internet

Belangsendung der WKÖ am 9.11.99 um 5:52 auf Ö1

pwk - Die österreichische Wirtschaft entdeckt ein neues Tor zur Welt - das Internet. Das von der Wirtschaftskammer Österreich im World-Wide-Web eingerichtete Außenhandelsinformationssystem AWIS hat heuer bereits mehr als acht Millionen Anfragen aus 130 Ländern registriert. Einer der Schwerpunkte der Anfragen: konkrete Geschäftsmöglichkeiten und Informationen zu Auftragsausschreibungen. Ein Modetrend? Oder ein neuer Weg? Dr. Egon Winkler Chef der Außenhandelsabteilung der Wirtschaftskammer Österreich hat damit bereits Erfahrung. ****

Winkler: "Ich bin persönlich überzeugt, dass das keine kurzfristige Entwicklung ist, die einen Modetrend verfolgt, sondern dass das eine Entwicklung ist, man kann das weltweit beobachten, die immer stärker wird und die zweifellos vor allem auch für Österreich im Hinblick auf die EU-Osterweiterung aber auch im Hinblick auf die gesamte Globalisierung immer mehr an Bedeutung gewinnen wird."

Kein Unternehmer soll sich, meint Winkler, als zu klein für das Geschäft via Internet empfinden.

Winkler: "Das hat mit Firmengröße überhaupt nichts zu tun. Das hat nur damit zu tun, dass man sich in das Internet für relativ wenig Geld einklinkt, sich mit den technischen Gegebenheiten befasst und dann die Vorteile, die Informationsvorteile, die man aus dem Internet bekommen kann, entsprechend ausnützt."

Der Bauunternehmer Ing. Christian Neumann ist gerade in Abwicklung eines Auftrages, den er via Internet bearbeitet hat, in London. Am Telefon erklärt er: "Das Internet ist ein Medium, das eine Unmenge an Information bereit hält. Man muss selber versuchen diese Unmenge zu filtern und wenn man aus der Unmenge, ich sag' einmal von 100 Prozent fünf Prozent hinausfiltert und diese fünf Prozent kritisch betrachtet, dann ist das eine Information die sehr viel wert ist."

Die Wirtschaftskammer ist heute der größte europäische Anbieter von Wirtschaftsinformationen. Wer sich informieren will, erhält ein für heimische Unternehmen kostenloses Password. Denn viele der Informationen stehen nur österreichischen Unternehmen zur Verfügung. Und vor allem ein Unternehmer steht als Mitglied der Wirtschaftskammer mit seiner Web-site nicht alleine im Internet, berichtet Winkler.

Winkler: "Von unseren 84 Außenhandelsstellen haben bereits 25 Außenhandelsstellen eine eigene Homepage, in übrigens 19 Sprachen, und die österreichischen Firmen, die eine Homepage haben, können ein Link, eine Verbindung herstellen zwischen ihrer Homepage und jener der Außenhandelsstellen."

So dass jeder der dort zugreift auch ihr Angebot findet. Damit wird das Internet zum Weg für Waren und Dienstleistung made in Austria in alle Welt.
(Schluß) Ne

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