Sanierungsengpass bei geförderten Altwohnungen droht

Personal- und Geldmangel der Gemeinnützigen gefährdet notwendige Instandhaltungsarbeiten

Wien (GPA/ÖGB). Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten und ehrenamtliche Vorsitzende des Aufsichtsrates der Wohnbauvereinigung für Privatangestellte, Hans Sallmutter, befürchtet, dass die zum Teil dringend notwendige Sanierung des geförderten Altwohnungsbestandes aus den 60-er und 70-er Jahren am Personal- und Geldmangel in den Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaften scheitern könnte. ++++
Für die Errichtung von Neubauwohnungen sowie Totalsanierungen können Bauverwaltungskosten verrechnet werden. Nur bei laufenden Instandhaltungsarbeiten gibt es keine adäquate Abgeltung des Verwaltungsaufwandes.
Hans Sallmutter hält es für eine "gravierende Ungleichbehandlung", dass private Hausherrn 20 Prozent des Instandhaltungsaufwandes als Investitionsprämie geltend machen können, während Gemeinnützige Wohnungsunternehmen diese Möglichkeit nicht haben.
Solange die Gemeinnützigen über eine ausreichende Neubautätigkeit verfügt haben, war es auch möglich die Wirtschaftlichkeit der Unternehmen ohne zusätzliche Einnahmen aus der Sanierungstätigkeit zu gewährleisten. Bei abnehmender Neubautätigkeit ist dies nicht mehr sichergestellt.
Die laufende Erhaltung und Verbesserung des Altbauwohnungsbestandes ist eine höchst schwierige und aufwendige Aufgabe. Insbesondere die Terminkoordination und die Koordination zwischen den verschiedenen Professionisten werden immer schwieriger. Auch die Qualität der Professionistenleistungen hat in den vergangenen Jahren erschreckend nachgelassen. Somit ist der erforderliche Verwaltungsaufwand enorm gestiegen.
Abschließend spricht sich Hans Sallmutter dafür aus, dass die Sanierungsleistungen der Gemeinnützigen ebenso wie bei privaten Hausherrn honoriert werden müssen und verlangt, dass die dafür notwendigen Gesetzesänderungen durchgeführt werden.

ÖGB, 8. November 1999 Nr. 529

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