Henkel strebt 1999 Rekordüberschuss an

Gewinn und Umsatz in den ersten neun Monaten gestiegen

Düsseldorf - Der Waschmittel- und Konsumgüterkonzern Henkel, Düsseldorf, ist in den ersten neun Monaten dieses Jahres
weiter gewachsen und hat sein Ergebnis verbessert.

Der Konzernumsatz hat bis Ende September 1999 im Vergleich
zum Vorjahreszeitraum um 2,3 Prozent auf 8,4 Mrd Euro zugelegt.
Das betriebliche Ergebnis hat sich um 4,2 Prozent auf 632 Mio
Euro erhöht. Das Ergebnis vor Steuern lag mit 531 Mio Euro um
13,5 Prozent über dem Vorjahreswert. Mit einer Steigerung um
21 Prozent auf 880 Mio Euro hat sich auch der Cash Flow der Henkel-Gruppe gut entwickelt.

"An der erfreulichen Entwicklung", so Vorstandschef Dr. Hans-Dietrich Winkhaus anlässlich der Herbstpressekonferenz
im deutschen Werk Genthin (Sachsen-Anhalt), "haben alle Unternehmensbereiche, wenn auch unterschiedlich ausgeprägt, teilgenommen." Für das Gesamtjahr bekräftigte Henkel die
bisherige Prognose, wonach Umsatz und Ertrag weiter wachsen
sollen. Die gute Geschäftsentwicklung wird sich auch in einer wiederum deutlichen Steigerung des Jahresüberschusses widerspiegeln.

Entwicklung in den einzelnen Unternehmensbereichen

Der Unternehmensbereich Oberflächentechnik (Surface Technologies) erzielte mit -0,4 Prozent auf 649 (651) Mio
Euro einen Umsatz nahezu auf Vorjahreshöhe. Bereinigt um Divestments stieg der Umsatz um 3 Prozent. Das betriebliche
Ergebnis lag mit 50 (48) Mio Euro um 4,4 Prozent über dem Vorjahreswert. Gute Zuwachsraten erreichten die Geschäfte in Europa, Nordamerika, Mexiko und Asien/Pazifik, während die Aktivitäten in Südamerika unter der anhaltenden Rezession
litten.

Der Unternehmensbereich Klebstoffe steigerte den Umsatz
im Vergleich zur Vorjahresperiode um 3,7 Prozent auf 1.871
(1.805) Mio Euro. Das operative Ergebnis erhöhte sich um 8,4 Prozent auf 185 (170) Mio Euro. Sehr positiv verlief die Geschäftsentwicklung in Deutschland und Nordamerika. Die Einführung innovativer Roller-Produkte zum Kleben und
Korrigieren trug zum Wachstum in Europa bei. In den USA
entwickelte sich das Geschäft mit Klebebändern positiv. Die weltweite Einführung von Klebebändern wird schrittweise fortgesetzt.

Der Umsatz des Geschäftsfelds Markenartikel (Kosmetik/ Körperpflege und Wasch-/Reinigungsmittel) stieg in den ersten
neun Monaten um 4,4 Prozent auf 3.288 (3.151) Mio Euro. Das operative Ergebnis erhöhte sich um 16,9 Prozent auf 241 (207)
Mio Euro.

Die Umsatzsteigerung im Bereich Kosmetik/Körperpflege von
6,4 Prozent auf 1.348 (1.267) Mio Euro ist auf gute
Entwicklungen in Belgien, Frankreich, Großbritannien,
Skandinavien und USA zurückzuführen. In den USA wurde die
Marke Fa erfolgreich eingeführt. In der Haarkosmetik, die international mit 12 Prozent überdurchschnittlich zulegte,
wurden in Deutschland, Österreich und Skandinavien
erfolgreich neue Haarcolorationen - "Live Unlimited Colors"
und "Vital Colors" - eingeführt.

Der Bereich Wasch-/Reinigungsmittel verzeichnete einen Umsatzanstieg von 3 Prozent auf 1.940 (1.884) Mio Euro. Dem
Wachstum in Europa und im Mittleren Osten standen Einbußen in Russland und China gegenüber. Die großen Waschmittelmarken (Persil, Weißer Riese, Spee) konnten Marktanteile
hinzugewinnen. Im Bereich Spezialwaschmittel wurde ein neues Weichspülmittel mit Bügelerleichterung, Soft & Easy,
europaweit eingeführt. Neu in Europa wurde zudem fasa Textil Deodorant vorgestellt, das unangenehme Gerüche beseitigt und
eine Problemlösung für schwer waschbare Textilien ist.

Mit dem Erwerb der amerikanischen Marken- und
Technologierechte für "Custom Cleaner", ein System zur
chemischen Trockenreinigung im Haushalt, wurde das Joint
Venture mit der amerikanischen Dial Corp. gestärkt. Unter dem Markennamen "svit" steht die Einführung in den europäischen
Markt unmittelbar bevor.

Der Bereich Hygiene steigerte seinen Umsatz um 5,7 Prozent
auf 645 (611) Mio Euro. Das betriebliche Ergebnis lag mit 57
(51) Mio Euro um 11,4 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Die positive Entwicklung wurde auch durch die anhaltende Belebung
des deutschen Geschäfts gestützt. Neue Großkunden haben die professionelle Hygiene zu zusätzlichen Umsätzen geführt.

Der unter dem Firmennamen Cognis rechtlich
verselbstständigte Bereich Chemieprodukte erzielte in den
ersten drei Quartalen mit 1.900 (1.923) Mio Euro einen um 1,2 Prozent unter dem Vorjahr liegenden Umsatz. Dabei blieb das Geschäft mit Oleogrundstoffen hinter den Erwartungen zurück. Hingegen stieg der Umsatz mit Care Chemicals um 8 Prozent an, während die Organische Spezialchemie ebenfalls einen Umsatzrückgang von 1 Prozent zu verzeichnen hatte. Das
operative Ergebnis ging um 25,4 Prozent auf 104 (139) Mio
Euro zurück.

Wesentliche Beteiligungen

Ecolab Inc., St. Paul/Minnesota (USA), an der Henkel mit
21,6 Prozent beteiligt ist, erhöhte den Umsatz in den ersten
drei Quartalen 1999 um 11 Prozent auf 1.564 Mio USD. Der
operative Überschuss stieg um 16 Prozent auf 133 Mio USD. Zu
dieser Entwicklung hat das Joint Venture Henkel-Ecolab
beigetragen.

The Clorox Company, Oakland/Kalifornien (USA), an der Henkel
mit 24,7 Prozent beteiligt ist, hatte im 1. Quartal ihres Geschäftsjahres 2000 einen Umsatzrückgang von 2 Prozent auf
942 Mio USD zu verzeichnen. Die Nachfrage nach
Haushaltsprodukten und Reinigungsmitteln entwickelte sich rückläufig. Wenig wirksame Marketing-Aktivitäten im Rahmen der Integration von First Brands wurden eingestellt. Der Quartalsüberschuss belief sich auf 87 Mio USD; 13 Prozent
weniger als in der Vergleichsperiode des Vorjahres.

Mitarbeiter und Investitionen

Von Januar bis September 1999 betrug der Sachanlagenzugang
300 Mio Euro; 13 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Freigabe von Investitionsmitteln wurde restriktiv gehandhabt. Investiert wurde in Projekte des Markenartikel-, des Klebstoff- und des Chemiebereichs.

Am 30. September 1999 beschäftigte die Henkel-Gruppe rund
56.800 (56.600) Mitarbeiter.

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