Österreichs größte Versicherungsgruppe rüstet sich für kommende Herausforderungen

Ab heute gibt es nur noch UNIQA

Wien (OTS) - Seit 8. November 1999 heißt die größte Versicherungsgruppe Österreichs UNIQA. Der aus dem Zusammenschluss von Austria-Collegialität und Bundesländer-Versicherung hervorgegangene Konzern operiert in neuer Form und unter neuem Namen. Die traditionsreichen Marken Austria-Collegialität und Bundesländer-Versicherung sind mit heutigem Datum endgültig aus dem Markt genommen.

Strategische Richtungsänderungen

Mit der Neupositionierung als UNIQA auf dem europäischen Versicherungsmarkt sind nicht nur ein "optischer Quantensprung", sondern auch weitgehende strategische Richtungsänderungen des Konzerns verbunden, erklärte UNIQA Generaldirektor Herbert Schimetschek am Montag vor Journalisten. Die Unternehmensgruppe mit über 5.600 MitarbeiterInnen und Engagements in zehn europäischen Staaten hat damit auf die Herausforderung der Marktumbrü= che in den kommenden Jahren reagiert.

Stärkster Innovationsdruck seit Jahrzehnten

Laut Generaldirektor Schimetschek stehen die europäischen Versicherungen heute unter dem stärksten Innovationsdruck seit Jahrzehnten. Gründe dafür sind:

  • die Übernahme von immer mehr Vorsorgeaufgaben durch den Rückzug des Staates,
  • die Verschiebung der Alterspyramide und Zunahme der Singlehaushalte,
  • die größere Mündigkeit des Verbrauchers,
  • die zu Verdrängungswettbewerb führende Marktsättigung im Inland,
  • die Verwirklichung des grenzüberschreitenden EU-Marktes für Finanzdienstleister,
  • die fortschreitende Deregulierung,
  • die Chancen auf den zentral- und osteuropäischen Wachstumsmärkten= und
  • die rasante Entwicklung der neuen Medien, im Besonderen des Internets.

Zwang zu Internationalisierung und Konzentration

Aus diesen Phänomenen erwächst der Zwang zur Internationalisierung und zur Konzentration, ergänzte Schimetschek: "Wenn Experten damit rechnen, dass sich die Zahl der Versicherungsunternehmen in Europa weiter reduzieren wird, dann heißt das auch für Österreich, dass nur die Besten übrigbleiben." UNIQA wird daher eine Doppelstrategie verfolgen:

- Die Bündelung der Kräfte durch die Zusammenführung der bisher getrennten Traditions-marken in den einheitlichen Marktauftritt UNIQA ist Plattform für eine kontinuierliche Erweiterung und Internationalisierung der Gruppe.

- Die innere Ausrichtung der Produkt- und Dienstleistungspolitik auf den neuen Kunden: Schimetschek: "Der Kunde des 21. Jahrhunderts ist anspruchsvoller als in der Vergangenheit. Er wird von den gesellschaftlichen Solidargemeinschaften nicht mehr voll abgesichert und ist in seinen vielfältigen persönlichen Erwartungen zu individuell und kompliziert für eine standardisierte Betreuung geworden. Daher hat UNIQA mit dem Umbau der gesamten Unternehmenskultur begonnen, damit konsequentes individuelles Relationship-Marketing und eine Neuausrichtung der Vertriebswege möglich wird."

Strategische Zukunftsansätze verwirklicht Generaldirektor

Schimetschek nannte fünf strategische Ansätze, die UNIQA bereits verwirklicht hat und die künftig die Stärke des Hauses ausmachen: -klare Konzernstruktur und wettbewerbsfähige Kostenstruktur durch ausnützen von Synergien,

- einheitlicher, international einsetzbarer Marktauftritt mit UNIQA als Globalversicherer und den Tochterunternehmen für spezielle wachstumsstarke Vertriebswege: Raiffeisen-Versicherung für den Vertrieb über Banken und einem Direktversicherer, der auch den Vertriebsweg Internet nutzen wird,

- international verständliche Kapital- und Eigentümerstruktur mit Notierung des gesamten Grundkapitals (erfolgt in den kommenden Monaten) und der erfolgten Umstellung auf die einheitliche Aktienkategorie der Stammakte a Nominale ATS 100,-,

- die Internationalisierung wird zügig weitergeführt: Schimetschek:
"Seit kurzem sind wir in Kroatien präsent, in Slowenien haben wir eine Repräsentanz eröffnet und gleichzeitig prüfen wir die Möglichkeiten für den Einstieg auf dem polnischen Markt",

- neue Sicht des Kunden: UNIQA wird jeden Kunden als Einzelpersönlichkeit wahr- und ernstnehmen, um ihm der Partner zu sein, den er braucht.

Dienstleistungen müssen noch deutlicher eine Assistenzleistung für den Kunden sein. Schimetschek: "Wenn der Kunde sein privates Risikomanagement zu uns auslagert, darf das nicht mit Bürokratie beantwortet werden." Produkte müssen für den Kunden noch viel leichter handhabbar werden. Nicht er muss sich den Kopf zerbrechen, was er vielleicht brauchen könnte, sondern die Versicherung. "Das heißt, wir müssen sehr flexibel, sehr kreativ und sehr einfühlsam lösungsorientierte Pakete entwickeln, die der Kunde zur Entscheidung vorgelegt bekommt und so transparent, dass er als preis- und qualitätsbewusst anspruchsvoller Kunde auch entscheiden kann", ergänzte Schimetschek.

Paradigmenwechsel in der Produktphilosophie: Beispiel All Risk

Wie Schimetschek ausführte, ist UNIQA mitten in den Vorbereitungen für eine Reihe von innovativer Produkten und neuen Produktkategorien, die im nächsten Jahr auf den Markt kommen werden. Als erstes Beispiel nannte er die in wenigen Wochen angebotene erste All Risk Haushaltsversicherung in Österreich: "Der Kunde soll nicht mehr von unvorhergesehenen Ereignissen überrascht werden, an die zum Versicherungszeitpunkt keiner gedacht hat. Bei uns kann er sich gegen alles versichern lassen, was nicht explizit in einer knappen Liste ausgeschlossen ist. Dies ist ein Paradigmenwechsel, der von braven, gelernten, aber immer weniger gefragten Standards zu einer wirklich umfassenden und sorgen-minimierenden Versicherungsleistung führt."

Alle 5.500 Mitarbeiter eingebunden

Der neue Weg der UNIQA wurde mit großem Einsatz beschritten: - Mit Jahresbeginn 1999 wurden alle Mitarbeiter in die Holdinggesellschaft übernommen.

- 5.500 MitarbeiterInnen haben sich intensiv in Schulungen und Seminaren auf die neuen Herausforderungen vorbereitet.

- Unzählige Arbeitsstunden wurden allein für die Umstellung auf die neue Corporate Identity aufgewendet.

- Rund 1.000 verschiedene neue Drucksorten wurden hergestellt, die ab heute verwendet werden.

- Die generelle Um- und Überarbeitung des gesamten Produkt- und Dienstleistungs-Portfolios wurde in die Wege geleitet.

Ziel: ein österreichischer Versicherer von europäischem Format

Herbert Schimetschek, der am Montag auch das neue Logo sowie das neue Corporate Design präsentierte, sieht damit die Voraussetzungen geschaffen,

  • ein bedeutender europäischer Versicherer zu werden,
  • österreichische Herkunft und Identität zu bekennen und
  • die qualitative Marktführerschaft auf dem Stammmarkt Österreich zu festigen.

"Visitenkarte": Zukunftsbuch zur UNIQA Studie

Als Visitenkarte für die Ausrichtung des Unternehmens nannte Schimetschek die im Sommer durchgeführte große UNIQA Zukunftsstudie, an der 65.000 Menschen teilgenommen haben. Als Studie, die jeden Menschen in Österreich nach seinen Träumen, Wünschen und Hoffnungen gefragt hat und diese wichtig nimmt, spiegelt sie den Zugang von UNIQA zum einzelnen Kunden wider. Das Buch zur Studie mit dem Titel "Unsere Zukunft ist bunt. Das ganz andere Österreich" wurde ebenfalls am Montag vorgestellt und wird in den kommenden Tagen an die Buchhandlungen sowie an rund 15.000 Gratis-Besteller ausgeliefert.

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