Der Grüne Punkt: Das fragwürdige deutsche Müllgeschäft

Frankfurt (ots) - Das Frankfurter Politikmagazin NOVO - von der
NZZ kürzlich als "intellektuelles Zentralorgan der Wende" bezeichnet - präsentiert in seiner 43sten Ausgabe einen brisanten Artikel über fragwürdige Praktiken der "Duales Systems Deutschland AG" bei der Berechnung des Grüne-Punkt-Mülls (s. aktuelle SPIEGEL-Meldung). Der NOVO-Text ist über http://www.novo-magazin.de verfügbar.

Der Kölner "Müllmonopolist" DSD hat sich in den vergangenen Jahren am Grünen Punkt eine goldene Nase verdient. Stolz werden jährlich neue Rekorde beim Einsammeln von Verbrauchsverpackungen vermeldet. NOVO-Autor Gunnar Sohn ist jedoch der begründeten Meinung, es könne sich hierbei um "Phantom-Daten" drehen. Er verweist auf Untersuchungen und Aussagen von Recylingunternehmen, die vermuten lassen, dass ein und derselbe Müll mehrfach abgerechnet wird -wodurch sich möglicherweise auch überhöhte DSD-Tonnagen erklären. Die Praxis des Grünen Punktes sei im Vergleich mit der kommunalen Müllabfuhr "volkswirtschaftlicher Unsinn". Sohn beschreibt anhand des Vorgehens des DSD gegen den Lahn-Dill-Kreis, mit welchen Methoden der teure Müllentsorger versucht, Abweichler in die Knie zu zwingen. Der NOVO-Autor zitiert zur Untermauerung aus einem Schreiben des Kartellamts, das die Methoden des Grünen Punkts zur Akquisition von Neukunden sehr kritisch bewertet. Sohns Beitrag unterstreicht letztlich die Forderungen von Kommunalpolitikern und Wirtschaftsvertretern nach Maßnahmen der Bundespolitik, um den Müllmonopolisten in die Schranken zu weisen.

In NOVO gibt es weitere wichtige Artikel: u.a. von Frank Füredi über den Mythos Überbevölkerung, Phil Mullan über das angebliche Problem der Überalterung der Gesellschaft, Roger Bate über die Aberkennung der Gemeinnützigkeit von Greenpeace Kanada. In einem Interview äußert sich FDP-Rechtsexpertin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger über bedenkliche Trends in der Rechtspolitik.

NOVO43, November/Dezember 1999
(52sA4; DM9,80 sfr9,80 ats79,-).

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