Treichls hoher Poker in Tschechien

Die Erste Bank legt ein neues 5-Milliarden-Angebot für die tschechische Sporitelna Bank. Scheitert der Kauf, will Generaldirektor Treichl "sehr, sehr bald" zumindest 100 neue Filialen in Tschechien eröffnen.

Wien (OTS) - In der am Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins FORMAT konkretisiert Erste-General Andreas Treichl seine Expansionspläne in der Tschechischen Republik. Die Erste verhandelt seit mehreren Monaten über den Kauf der Ceska Sporitelna. Die tschechische Bank ist viermal größer als die Erste und verwaltet mit 17.000 Mitarbeitern in 950 Filialen über 35 Prozent aller tschechischen Spareinlagen. Gegenüber FORMAT bestätigt Erste-Chef Treichl, daß es bei den laufenden Verhandlungen um die Bewertung des Risikos voraussichtlich uneinbringlicher Kreditforderungen ? laut FORMAT handelt es sich um nicht weniger als 40 Milliarden Schilling ? bei der Sporitelna geht. Deshalb hat die Erste ein neues Offert für die gelegt: Demnach sollen faule Kredite im Ausmaß von etwa etwa neun Milliarden Schilling vom tschechischen Staat übernommen, rund 20 Milliarden in einen Fonds der staatlichen Konsolidierungsbank ausgelagert und dort von der Ersten ohne eigenes Risiko gemanagt werden. Risikokredite im Volumen von weiteren neun Milliarden würden in der Sporitelna verbleiben. In diesem Fall bietet die Erste einen Kaufpreis von umgerechnet 5,5 Milliarden Schilling für das Institut. Für den Fall, daß die Erste bei der Sporitelna nicht zum Zug kommt, kündigt Treichl in FORMAT eine eigenständige Expansion in der Tschechischen republik an: "Wir haben bereits eine gut funktionierende Bank in Tschechien mit 250 Mitarbeitern und sieben Filialen. Dazu würden wir dann zumindest hundert weitere Filialen dort aufsperren und voll auf Expansion setzen."

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