Prammer: AKW Temelin muß dem Stand der Technik entsprechen!

Ansonsten ist kein EU-Beitritt Tschechiens möglich

Wien (OTS) - Die österreichische Bundesregierung arbeitet derzeit an der Umsetzung des Anti-Atom-Aktionsplans, der am 6.Juli 1999 beschlossen wurde. Unverständlich ist für Konsumentenschutzministerin Barbara Prammer die heutige Kritik der Umweltorganisation Global 2000. "Es war Österreich, das die Aufnahme der Verhandlungen des Energiekapitels blockiert hat. Nunmehr ist es gelungen, daß alle Schlußfolgerungen des Rates bei den Verhandlungen des Energiekapitels mit den beitrittswerbenden Ländern berücksichtigt werden. Dadurch ist gewährleistet, daß beim Bau von Temelin der Stand der Technik eingehalten werden muß, betont Prammer. Das AKW Temelin muß dem Stand der Technik entsprechen. Ansonsten ist ein EU-Beitritt Tschechiens nicht möglich, so Prammer weiter.

Im Anti-Atom-Aktionsplan der österreichischen Bundesregierung, der mit den führenden Umweltorganisationen ausgearbeitet wurde, bilden diese Schlußfolgerungen einen wesentlichen Schwerpunkt. Es ist daher unverständlich, daß Global 2000 heute von einem Wortbruch spricht. "Ohne das Engagement Österreichs würden die Schlußfolgerungen des Rates, die den Stand der Technik beinhalten, nicht bei den Verhandlungen über das Energiekapitel enthalten sein. Österreich ist es damit gelungen, seine konsequente Anti-Atom-Politik auf EU-Ebene durchzusetzen", betont Prammer.

Gerade in Bezug auf Temelin wird an der Umsetzung des Anti-Atom-Aktionsplans intensiv gearbeitet. Die Sicherheitsprüfung von Temelin nach den strengen deutschen Sicherheitsstandards ist derzeit in Vorbereitung. Prammer hat Tschechien über die geplante Vorgangsweise informiert und hat diesbezüglich mit dem deutschen Umweltminister Jürgen Trittin Kontakt aufgenommen.

Bereits am kommenden Montag wird Prammer mit EU-Erweiterungskommissar Günter Verheugen und Umweltkommissarin Margot Wallström zu wichtigen Gesprächen in Bezug auf Bohunice zusammentreffen. Auch mit dem neuen slowakischen Wirtschaftsminister Lubomir Harach wird Prammer noch im November 1999 zusammentreffen. "Der vorliegende Schließungsplan mit 2006/2008 ist für Österreich nicht akzeptabel. Das erwiesenermaßen unsichere und nicht nachrüstbare AKW Bohunice muß früher vom Netz", betont Prammer abschließend. (Schluß)

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