VP-HAHN: "RIEDER muß handeln: Der Frauenanteil unter den Wiener Spitalsärzten muß erhöht werden!"

VP stellt schriftliche Anfrage an Stadtrat Rieder

Wien (ÖVP-Klub) Betroffen über die neu aufgetauchten Fälle von offenkundiger sexueller Belästigung und Diskriminierung weiblicher Bediensteter im Wiener AKH durch männliche Vorgesetzte zeigt sich der Gesundheitssprecher der Wiener ÖVP, LAbg. Johannes HAHN.***

HAHNS Verärgerung resultiert aus der Tatsache, daß Frauen auch im Spitalsbereich zu Opfern von männlichen Autoritätsverhalten werden und zweitens, daß das hochsensible Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient wieder einmal einer starken Belastung ausgesetzt ist. HAHN brachte heute eine diesbezügliche schriftliche Anfrage an Gesundheitsstadtrat Rieder ein.

Daß diese Vorwürfe immer wieder auftauchen zeigt deutlich: Den Spitalsverantwortlichen ist es bisher nicht gelungen, in unseren Gemeindekrankenhäusern ein Arbeitsklima zu schaffen, das sexuelle Belästigungen von Frauen weitgehend ausschließt. "Das fängt damit an, daß die starren Hierarchien - junge Turnusärztinnen, die zu Beginn ihrer Karriere stehen, sind davon besonders betroffen -Abhängigkeiten fördern, die allzu leicht in ein System der Vertuschung von unliebsamen Vorfällen mündet. Es darf nicht sein, daß solche Fälle monate-, ja jahrelang unter der Decke gehalten werden und der Mantel des Schweigens darüber gehüllt wird," kritisiert HAHN.

Zahlen belegen dieses Bild: Eine Studie, die dieses Jahr vorgelegt wurde, zeigt, daß fast die Hälfte aller Ärztinnen (47%) häufig Arbeiten für Vorgesetzte und Kollegen übernehmen, während umgekehrt nur 21% der Männer ebenfalls diese Arbeiten leisten. Wohlgemerkt:
Rund 63 % der Medizinstudenten sind weiblich, es wird Zeit, daß sich dieses Verhältnis auch auf den Prozentsatz im Berufsstand umschlägt.

"Ziel der Wiener Volkspartei ist es nach wie vor, den Frauenanteil unter den Spitalsärzten drastisch zu erhöhen, vor allem in der obersten Hierarchieebene. Von Stadtrat RIEDER weiß ich, daß er zu unseren Verbündeten zählt. "Allerdings", wird der VP-Politiker deutlich, "habe die Sozialdemokratie jahrzehntelang zeit gehabt, diese Mißstände zu beheben, zumal sie immer die Frauenpolitik als einen ihrer ideologischen Schwerpunkte ansah. Die jüngsten Vorfälle sind daher auch aus diesem Blickwinkel zu betrachten," meinte HAHN abschließend.***

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